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Nachricht vom 2017-03-18
Verfasser: Werner Schulz  
Jubiläum – zum 50. Mal Kolping-Altkleidersammlung

Der vor Kurzem verstorbene Adolf Wisgickl (vorne Mitte) rief 1968 die Kolping-Altkleider- und Altpapiersammlung ins Leben und leitete sie 41 Jahre lang als Chef-Organisator. Nach seiner Erkrankung übernahm 2009 Walter Widder (r.) bis heute diese Aufgabe. Am 8. April gibt es ein rundes Jubiläum. Die Sammelaktion wird zum 50. Mal durchgeführt. Zur Feier im Pfarrheim sind alle eingeladen, die in den 50 Jahren bei der Sammlung mitgearbeitet haben – egal, wie oft das der Fall war und unabhängig davon, ob man Mitglied der Kolpingfamilie ist oder nicht.
Hirschau. Am 9. März 1968, zu einer Zeit als die Begriffe Nachhaltigkeit und Recycling noch mehr oder weniger Fremdwörter waren, im Müll kaum jemand Wertstoffe vermutete und daher so gut wie niemand Mülltrennung praktizierte, organisierte der vor Kurzem verstorbene Ehrenvorsitzende der Kolpingfamilie Adolf Wisgickl die erste große Altkleider- und Altpapiersammlung für das Gebiet des damalige Katholischen Dekanats Hirschau. Bei der Bevölkerung stieß die Aktion auf überaus positive Resonanz. Vom Premierenerfolg angespornt entschloss man sich, die Sammelaktion alljährlich im Frühjahr und im Herbst durchzuführen. Sie ist bis heute ein echter Renner.

Bis 2009 übernahm Adolf Wisgickl die Rolle des Chef-Organisators. Nach seiner Erkrankung übernahm Walter Widder diese Aufgabe. Wenn die Kolpingmitglieder am Samstag (8. April) unter seiner Regie wieder zu ihrer Sammelaktion ausschwärmen, können sie spätestens bei der abschließenden Brotzeit mit berechtigtem Stolz auf ein rundes Jubiläum anstoßen: Die Sammelaktion geht zum 50. Mal über die Bühne. In all den Jahren wurden nicht weniger als rund 1 550 Tonnen Altkleider und 4 700 Tonnen Altpapier gesammelt. In den Summen enthalten sind auch die Altmaterialien, die das Jahr hindurch jeden Samstag in der Kolping-Altkleidersammelstelle abgeliefert wurden. Auch diese wurde von Adolf Wisgickl eingerichtet, zunächst vor 38 Jahren im Nebengebäude des Pfarrhofs. Seit 30 Jahren ist sie im Obstverwertungsstadel an der Wolfgang-Droßbach-Straße untergebracht.

Da mit dem ökologischen Engagement der Aktion immer auch ein soziales verbunden war, wurden die Sammlungserlöse stets gemeinnützigen und caritativen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Zwischenzeitlich beziffert sich die Spendensumme auf nahezu 250 000 Euro! Die Nutznießer alle aufzuzählen, würde zu weit führen.

Bevor es am 8. April ans Feiern geht, heißt es für die freiwilligen Helfer erst einmal kräftig anpacken. Ab 8 Uhr werden sie unterwegs sein, um das Sammelgut von Haus zu Haus bzw. an den bekannten Sammelstellen abzuholen. Mitgenommen werden Altkleider und Textilien sowie gebündeltes, fest verschnürtes Altpapier. Angefahren werden folgende Orte: Hirschau, Ehenfeld, Kindlas, Massenricht, Rödlas, Obersteinbach, Untersteinbach (alle Sammelstelle Feuerwehrhaus Massenricht), Dienhof, Krickl¬hof, Weiher, Wutschdorf, Freu¬denberg, Lintach (Sammelstelle Feuerwehrhaus), Pursruck, Krondorf, Urspring, Steiningloh, Burgstall, Gebenbach (Sammelstelle Gemeindehaus), Kainsricht, Atzmannsricht, Großschönbrunn, Kleinschönbrunn und Krickels¬dorf.

Zum 50-Jährigen haben sich Kolpingvorstand Siegfried Schorner und Sammlungsleiter Walter Widder etwas Besonderes einfallen lassen. Nach getaner Arbeit findet um 11.30 Uhr im Pfarrheim an der Kolpingstraße eine Feier statt. Zum Jubiläumstreffen sind nicht nur die aktuellen Helfer eingeladen, sondern alle, die in den zurückliegenden 50 Jahren bei der Sammelaktion mitgearbeitet haben – egal, wie oft das der Fall war und unabhängig davon, ob man Mitglied der Kolpingfamilie ist oder nicht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen zeigt eine Delegation der in Geisenhausen ansässigen Entsorgungs- und Recyclingfirma Wittmann einen Film über ihre Betriebsabläufe. Wer am Jubiläumstreffen am 8. April teilnehmen möchte, wird gebeten, sich möglichst umgehend bis spätestens 2. April bei Walter Widder, Tel. 09622/2278 oder Siegfried Schorner, Tel. 09622/5335 bzw. Mail siegfried.schorner@t-online.de anzumelden.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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