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Nachricht vom 2017-08-09
Verfasser: Uschald-PR Amberg  
B2-Niveau hohe Sprachhürde

Die Leiterin des Jobcenters, Sonja Schleicher, informierte sich bei einem Besuch des Ausbildungskurses zum Erwerb des Sprachniveaus B 2 über verschiedene Lehrmethoden. Hier üben Teilnehmer gemeinsamen mit Vokabel-Kärtchen. Bild: Uschald
Amberg. Deutsch auf gehobenem Niveau zu erlernen, stellt für Zugewanderte eine hohe, aber durchaus bezwingbare Hürde dar. Dies zeigte sich beim Lehrgang „Berufsbezogenes Deutschsprachmodul B2“ am Sprach- und Berufsbildungszentrum ISE. Trotz kurzer Ausbildungszeit konnten immerhin 14 Personen den angestrebten Abschluss erreichen.

Die Teilnehmenden verfügten zu einem großen Teil im Vorfeld schon über gute Kenntnisse, die aber für das berufliche Vorankommen nicht ausreichten. Einige hatten zuvor schon gearbeitet, wollten aber mit verbesserten Sprachkenntnissen ihre Karrierechancen verbessern oder eine Ausbildung beginnen.

Zwischen 20 und 30 Jahre alt waren die Teilnehmer, die mit Deutschlehrer Alessandro Musetti drei Monate lang Sprachschatz erarbeiteten und Grammatik übten. Aus Heimatländern wie Syrien, Irak, Iran, Rumänien, Ungarn, USA, Kasachstan, Spanien, Georgien und Äthiopien stammend, hatten sie nach Auskunft von ISE-Geschäftsführer Peter Blendowski dort zum Teil schon sehr gute Berufe wie Arzt, Krankenschwester, Bürokauffrau oder Ingenieur ausgeübt. Von den Kursabsolventen streben laut Blendowski einige ein Studium, einige eine Berufsausbildung an.

Wer allerdings, so Blendowski, ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität aufnehmen wolle, müsse ab Oktober noch einmal drei Monate bei ISE die Schulbank drücken. Denn dafür sei das nächsthöhere Sprachniveau C1 Voraussetzung. Als Nachweis für den bestandenen B2-Kurs erhalten die Absolventen ein Zertifikat von TELC Frankfurt, einer anerkannten Prüfzentrale für alle Integrationskurse und Sprachlevel.

Zum Kursabschluss stellte Peter Blendowski fest, dass das Ziel wirklich schwer zu erreichen sei, eigentlich nur bei entsprechender Intelligenz und großem Fleiß. „Diese Leute, die das gesteckte Ziel erreichen, sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft“, erläuterte Blendowski anlässlich eines Besuches durch die Leiterin des Jobcenters, Sonja Schleicher, und den Teamleiter der Arbeitsvermittlung, Rainer Liermann. Die Besucher interessierten sich für diese Ausbildung, da sich in der Maßnahme überwiegend Kunden des Jobcenters befanden.

Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter können bei Vorliegen des Qualifizierungsbedarfs einen Berechtigungsschein ausstellen. Die Finanzierung des Kurses erfolgt durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Im aktuellen Fall musste zum Teil auch ein Eigenanteil für die Kursteilnahme erbracht werden.
Bilder:

Foto(s): Uschald

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