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Nachricht vom 2017-10-09
Verfasser: Werner Schulz  
Im November hochkarätig besetztes Feuerwehrsymposion

Eine umfangreiche Tagesordnung hatten die Kommandanten und Vorsitzenden der 17 Feuerwehren des Inspektionsbereichs V bei ihrer Dienstversammlung zu bewältigen, zu der Kreisbrandinspektor Martin Schmidt in das Floriansstüberl der Hirschauer Wehr eingeladen hatte.
Amberg-Sulzbach/Hirschau. Der Kreisfeuerwehrverband lädt am 25. November in das Domcom in Ebermannsdorf zu einem Symposion ein. Dazu werden hochkarätige Referenten wie z.B. der Rosenheimer Kreisbrandrat Richard Schrank erwartet, der den Einsatz beim Zugunglück in Bad Aibling koordinierte.
Nicht nur diese, sondern eine Fülle weiterer aktueller Informationen hatten Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Martin Schmidt bei der Dienstversammlung des Inspektionsbereichs V im Floriansstüberl des Hirschauer Feuerwehrhauses parat.

KBI Schmidt hatte dazu die Kommandanten und Vorsitzenden der 17 Feuerwehren aus Hirschau, Schaittenbach, Freihung und Gebenbach eingeladen, die seit 1. Juli zum neu gebildeten Inspektionsbereich V gehören. Ein Thema, das die Gemüter der Feuerwehrleute zu Recht in Wallung bringt, ist die zunehmende Respektlosigkeit von Autofahrern gegenüber den Einsatzkräften. Sie sei auch im Landkreis Amberg-Sulzbach festzustellen. KBR Weiß nannte als Beispiel einen Vorfall in Poppenricht, wo sich ein Autofahrer der Anweisungen der mit der Verkehrsumleitung beauftragten Feuerwehrmänner widersetzte und beide dadurch gefährdete. Ähnlich stufte er das rücksichtslose Verhalten eines Autofahrers ein, der beim Freundschaftsmarathon Amberg-Weiden am 17. September gleich zweimal die Absperrungen der Feuerwehr missachtete.

KBI Schmidt fand die uneingeschränkte Zustimmung der Anwesenden mit seiner Aufforderung, dass sich Feuerwehrleute im Falle einer Gefährdung das KfZ-Kennzeichen und möglichst auch eine Personenbeschreibung notieren sollten, um die Angelegenheit zur Anzeige zu bringen. In den beiden genannten Fällen sei dies geschehen.

Nach der Vorstellung des neuen Schiedsrichters Horst Kellner, der von der FF Seugast zur FF Schnaittenbach gewechselt ist, informierte KBI Schmidt seine Führungskräfte über die Termine für das Fahrsicherheitstraining, die Leistungsprüfungen und die Wissenstests und stellte das Infomaterial für die Feuerwehr-Aktionswoche vor, die heuer unter dem Motto „Begegnen-Bewegen-Bewirken“ steht. In diesem Zusammenhang bat er darum, dass die einzelnen Wehren Berichte über ihre Aktivitäten auf ihrer Homepage veröffentlichen sollten.

Heuer seien die Freiplätze für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayrisch Gmain an die Feuerwehren in Seugast und Atzmannsricht vergeben worden. Dort sei nach den Worten von KBR Weiß gewaltig investiert worden. Ca. drei Millionen Euro seien für die Modernisierung des Hauses aufgewendet worden, das nun über 300 Betten verfügt.

Einmal mehr wies der Landkreis-Feuerwehrchef darauf hin, dass sich die Anforderungen an die Feuerwehren maßgeblich in Richtung technische Hilfeleistung verändert haben. Gerecht werden könne man diesen nur, wenn der allgemeine technische Fortschritt durch einen technischen Fortschritt bei den Feuerwehren egalisiert wird.

Erfreulicher Weise hätten die Bürgermeister und Stadt- bzw. Gemeinderäte in Hirschau, Schnaittenbach, Freihung und Gebenbach dies erkannt. Mit der Bereitstellung der Finanzmittel hätten sie die Beschaffung von Hilfeleistungslöschfahrzeugen HLF 20 bzw. eines MLF für ihre Wehren ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag zu einem Mehr an Sicherheit für die Bevölkerung geleistet. Für die Feuerwehrkameraden der vier Wehren bedeute dies eine umfangreiche, zeitaufwändige Ausbildung an den neuen Fahrzeugen. Grundsätzlich empfahl der Kreisbrandrat den Feuerwehrkameraden, die Lehrgänge an den bayerischen Feuerwehrschulen zu nutzen.

Zum Symposion am 25. November erwarte man außer KBR Schrank mit Jörg Thöne von der Berufsfeuerwehr Hannover und Dr. Rico Tschirschwitz von der Bundesanstalt für Materialforschung sowie KBM Marcus Gnan weitere kompetente Referenten. Thöne befasse sich mit dem Drehleitereinsatz und Anleitermöglichkeiten, Dr. Tschirschwitz mit dem Verhalten von Druckgasflaschen im Feuer und Gnan mit der taktischen Ventilation.

Als letzter Punkt stand der Dauerbrenner Rauchmelder auf der Tagesordnung. Weitere Aufklärungs- und Werbeaktionen seien noch dringend nötig.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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