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Nachricht vom 2018-01-06
Verfasser: Werner Schulz  
Frauenbund-Tausender für Bedürftige in Dritter Welt

Von der Spendenbereitschaft des Frauenbunds profitieren auch soziale Einrichtungen in Ländern der Dritten Welt. Dieser Tage wurden die in Bolivien tätige Ordensschwester Miriam Holaus und der Verein Socialis for the Gambia mit je 500 Euro bedacht. Bei der Spendenübergabe v. l.: Irmgard Sellmeyer (KDFB), Christine Weigl (Socialis), Gerlinde Siegert und Roswitha Wendl (beide KDFB). Schwester Miriam konnte nicht persönlich anwesend sein.
Hirschau. Ein Markenzeichen des Katholischen Frauenbunds ist seine Spendenfreudigkeit. Davon profitieren auch soziale Einrichtungen in der Dritten Welt. Seit 22 Jahren zählt die in Bolivien tätige Schwester Miriam Holaus zu den Spendenempfängern, seit 2011 der Verein Socialis for the Gambia. Der Frauenbund bedachte sie dieser Tage mit je einer 500-Euro-Spende.

Beide gehören nicht zufällig zu den Spendenadressaten des Frauenbunds. Das Engagement für Socialis for the Gambia entstand, nachdem die damals 19-jährige Sandra Wendl, Tochter der Frauenbundvorsitzenden Roswitha Wendl, ab September 2010 in der namibischen Stadt Brufut ein einjähriges Praktikum in den Einrichtungen eines Kindergarten- und Schulprojektes absolvierte, das von Socialis for the Gambia ins Leben gerufen wurde und laufend gefördert wird. In Ausbildungszentren wie z.B. einer Schreinerwerkstatt und einer Schneiderei ermöglicht der Verein dort den Kindern auch nach der Schulzeit eine Ausbildung.

Zur Entgegennahme ihres 500-Euro-Schecks war die Vorsitzende Christine Weigl ins Pfarrheim gekommen. Sie dankte mit herzlichen Worten für die neuerliche Finanzspritze. Sie berichtete von enormen Problemen mit der Stromversorgung in den Einrichtungen. Bisweilen gebe es am Tag nur für zwei Stunden Strom. Kühlschränke, Ventilatoren, Nähmaschinen, Computer, Lampen und viele andere Geräte seien für den Rest des Tages außer Betrieb – ein mehr als problematischer Zustand.

Ein normales Arbeiten und Leben sei oft nur schwer möglich. Daher wolle man für das Ausbildungsgelände und das Praktikantenhaus eine unabhängige, solar betriebene Stromversorgung aufbauen. Die Frauenbundspende sei dafür ein wertvoller Baustein.

Nicht persönlich überreicht werden konnte die 500-Euro-Spende an Schwester Miriam. Die aus Tirol stammende Ordensfrau arbeitet seit 1971 in der bolivianischen Missionsdiözese Nuflo der Chavez, in der der Hirschauer Bischof A. E. Bösl 48 Jahre als Missionar gewirkt hat, 28 Jahre davon als Bischof. Anlässlich seines 70. Geburtstags besuchte ihn 1995 eine Frauenbund-Delegation.

Während dieses Aufenthalts musste die damalige stellvertretende Vorsitzende Veronika Forster medizinische Hilfe durch Schwester Miriam in Anspruch nehmen. Diese arbeitete damals im Krankenhaus Ascensión und betreute gleichzeitig die Krankenstation im 40 Kilometer entfernten Yaguaru, dem heißesten Dorf der Tropenregion. Seit einigen Jahren leitet sie das Ernährungszentrum Santa Clara in Ascension.

Etwa ein Drittel der dort lebenden Kinder ist unterernährt, können sich deshalb nicht gesund und ihrem Alter entsprechend entwickeln und leiden ein Leben lang an den Spätfolgen. Rund 230 Mädchen und Jungen erhalten in Santa Clara gesunde Aufbaunahrung. Grundstock für die 500-Euro-Spende war die Kollekte beim Gottesdienst vor der Jahreshauptversammlung, bei der 108,86 Euro eingenommen wurden. Die Gesamtspendensumme, die Schwester Miriam im Laufe der 22 Jahre vom Frauenbund erhalten hat, hat sich damit auf über 30 000 Euro erhöht.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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