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Nachricht vom 2018-05-18
Verfasser: Werner Schulz  
Gemeinsam ist weniger einsam – Leitmotiv der Solitären Tagespflege

Im Juli wird die an das BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim St. Barbara angegliederte „Solitäre Tagespflegeeinrichtung“ eröffnet. Über Konzept und Räumlichkeiten informierte sich die Vorstandschaft des Förderkreises Altenhilfe. V. l.: Reinhold Birner, Bärbel Birner, Hildegard Kohl, Gerontotherapeutin Anita Dobmeier, Heimleiterin Astrid Geitner, Tagespflege-Leiterin Birgit Seidl, Förderkreisvors. Werner Schulz, 3. Bürgermeister Peter Leitsoni und Altbürgermeister Helmut Rösch.
Hirschau. Hirschau ist in Sachen Senioren- und Pflegeeinrichtungen sehr gut aufgestellt. Seniorentreff, Sozialstationen, Betreutes Wohnen, Seniorenwohn- und Pflegeheim – alles ist geboten. Als i-Tüpfelchen nimmt am 1. Juli eine „Solitäre Tagespflegeeinrichtung“ den Betrieb auf. „Gemeinsam ist weniger einsam!“, lautet das Leitmotiv.

Was das Konzept der „Solitären Tagespflege“ beinhaltet, wie das Leitmotiv in welchen Räumlichkeiten umgesetzt wird, darüber informierte sich vor Ort die Vorstandschaft des Förderkreises Altenhilfe auf Initiative ihres Vorsitzenden Werner Schulz. Mit der Leiterin des BRK Seniorenwohn- und Pflegeheims St. Barbara Astrid Geitner, der künftigen Leiterin der Tagespflege Birgit Seidl sowie Gerontotherapeutin Anita Dobmeier standen die denkbar kompetentesten Informations-Partnerinnen zur Verfügung.

Ca. zwei Millionen Euro investiert die Forster Dorfner’sche Spital- und Krankenhausstiftung in den Gebäudekomplex an der Postgasse, in dem auf zwei Etagen zehn Appartements für Betreutes Wohnen und im Erdgeschoss des zweiten Gebäudes die „Solitäre Tagespflege“ entstehen. Überhaupt möglich gemacht hat den Bau Klaus Conrad mit einer 1,5 Millionen-Spende. Von den ca. zwei Millionen für den Gesamtkomplex entfallen rund 590 000 auf die Tagespflege.

Dass das BRK die Betriebsträgerschaft für die Tagespflegeeinrichtung übernimmt, versteht sich fast von selbst. Die Räume, die einen direkten Zugang von der Postgasse haben, sind
unmittelbar an die Nordseite des Seniorenheims angebaut, das seit 21 Jahren vom BRK geführt wird. Nach Aussage von Heimleiterin Astrid Geitner wird die Hirschauer Einrichtung die erste „solitäre Tagespflege“ im Landkreis sein. Im St. Barbara-Heim habe es schon jetzt vier sog. „eingestreute Tagespflegeplätze“ gegeben.

Zur Begriffsklärung erläuterte sie, dass bei der „eingestreuten Tagespflege“ die Pflegebedürftigen als Gäste in das Heim kommen und an den Aktivitäten der Bewohner teilnehmen. Im Gegensatz dazu werden bei der „solitären Tagespflege“ die Gäste in eigenen Räumlichkeiten während fester Öffnungszeiten betreut. In der neuen Einrichtung, so deren künftige Leiterin Birgit Seidl, können täglich 15 bis 18 Personen betreut werden. Diese müssten mit Hilfsmitteln wie Rollatoren weitgehend mobil sein. In der Regel seien sie in die Pflegegrade 2 oder 3 eingestuft.

Buchungen können sowohl tageweise als auch für die ganze Woche erfolgen. Für die Betreuung stehen Räumlichkeiten in einer Gesamtgröße von 230 m² zur Verfügung. Zentrum ist eine Wohnküche mit Kochinsel zur gemeinsamen Herstellung von Beilagen für das Mittagessen und zum Backen von Kuchen für den Nachmittagskaffee sowie der angeschlossene Wintergarten mit zusammen 130 m². Durch Glaswände abgetrennt ist eine 42 m² große mit Ruhesesseln und Sofa sowie Fernseher ausgestattete Wohn- und Ruhezone. Intensiv genutzt werden wird auch der 25 m² große Therapieraum mit verschiedenen Sinnesanregungen und Wohlfühlcharakter. Bei gutem Wetter lädt eine Terrasse zum Verweilen im Innenhof ein.

Zum Raumangebot gehören zudem ein Garderobenbereich mit Sitzgelegenheit, zwei Toiletten und eine Behinderten-Toilette mit Dusche. Das Büro der Betreuungskräfte, von denen immer zwei präsent sein müssen, ist in das Raumkonzept so integriert, dass es durch eine Glaswand den Blick in die Wohnküche und die Ruhezone ermöglicht.

Die Leitung hat jeweils eine gerontopsychiatrische Fachkraft. Neben Birgit Seidl verfügt Anita Dobmeier über diese Qualifikation. Über die Besetzung der dritten Stelle wird zeitnah entschieden. Das Personal, zu dem außerdem examinierte Kranken- und Altenpfleger sowie Betreuungskräfte gehören, biete eine hohe Qualität in der Versorgung, und Betreuung der Senioren. Man wolle sie motorisch, alltagspraktisch, kognitiv und spirituell aktivieren, ihrem Alltag wieder mehr Lebensqualität geben und die sozialen Kontakte erhalten und fördern.

Geöffnet ist die Einrichtung montags bis freitags jeweils von 7.30 bis 16.30 Uhr. Die Abholung und der Rücktransport seien mit einem eigenen Fahrdienst der Tagespflege möglich. Birgit Seidl wies darauf hin, dass schon jetzt Anmeldungen bei der Heimleitung unter Tel. 09622/7200 möglich sind. Dort erhalten Interessenten auch nähere Auskünfte über die Leistungen der Pflegekassen.

Werner Schulz bedankte sich im Namen seines Vorstandsgremiums für die Führung durch die Räumlichkeiten und die umfassenden Informationen. Birgit Seidls Ausführungen und Vorlagen hätten gezeigt, dass sich die Tagespflege-Gäste auf ein von ihr ausgewähltes, geschmackvolles Wohlfühl-Ambiente freuen können, für das das BRK die Kosten trägt. Der Förderkreis Altenhilfe wünsche dem Projekt viel Erfolg.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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