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Nachricht vom 2018-05-22
Verfasser: Werner Schulz  
Festspielverein präsentiert Steingutausstellung

Die vom Festspielverein arrangierte, von Lothar Fischer (l.) betreute Steingutausstellung ist jeden ersten Sonntag im Monat bei freiem Eintritt von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zu sehen sind 742 Exponate aus den Dorfner-, Carstens- und Luckscha-Epochen. Altbürgermeister Hans Drexler (r.) präsentiert einen von Franz Weih um das Jahr 1900 gestalteten Wandteller, den sein Neffe Karl Weih (Nürnberg) dem Verein überlassen hat.
Hirschau. Sie dauerte von 1826 bis 1956 - die Ära der Hirschauer Steingutproduktion. An dieses Kapitel Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt erinnert eine Ausstellung, die der Festspielverein derzeit in der alten Mälzerei präsentiert. Sie ist am Sonntag, 3. Juni, in der Zeit zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet.

Nachdem 2016 und 2017 zwei Sonderausstellungen dem Wirken der zur Carstens-Zeit in Hirschau tätigen Künstler Siegfried Möller bzw. Helene Fischer und Maria Piffl gewidmet waren, sind jetzt in acht Vitrinen exakt 742 in der alten bzw. neuen Fabrik hergestellte Steingutstücke -  Gebrauchsgeschirr genauso wie dekorative und künstlerisch gestaltete Exemplare - aus den drei Epochen Dorfner (1826 bis 1918), Carstens (1918 bis 1936) und Luckscha (1936 bis 1956) im Erdgeschoss der alten Mälzerei im Pflegschloss zu besichtigen.

243 Exponate stammen aus der Dorfner-, 170 aus der Carstens- und 329 aus der Luckscha-Zeit. Aus der Dorfner-Ära sind auch Druckplatten für den Umdruck zu sehen. Unter den Ausstellungsstücken sind ca. 40 Krüge. Eine Hauptattraktion darunter ist ein Reservistenkrug des 6. Amberger Regiments aus der Zeit 1896 bis 1898. Außerdem sind in Regalen über 30 verschiedene Dekore auf Tassen und Michkännchen zu bewundern.

36 an den Wänden des Ausstellungsraumes angebrachte Schautafeln machen deutlich, dass die beiden Hirschauer Fabriken einst zu den größten der Oberpfalz gehörten. Die Schautafeln erzählen deren Geschichte von der Gründung bis zum Konkurs. Zeitdokumente informieren über ihre Besitzer und über einige in ihren Betrieben tätige namhafte Künstler. Sie schildern ebenso den Alltag der Arbeiter, Dreher und Maler. Die Tafeln erklären, welche Rohstoffe für die Herstellung der Steingutwaren benötigt wurden und beschreiben die Fertigungsprozesse.

Geöffnet ist die Ausstellung, die von Lothar Fischer betreut wird, jeden ersten Sonntag im Monat, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Besuchergruppen können mit dem Vereinsvorsitzenden Hans Drexler, Tel. 09622/5675, extra Besichtigungstermine vereinbaren. Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne angenommen. Sie werden für den Aufbau eines Steingutmuseums verwendet.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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