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Nachricht vom 2018-06-10
Verfasser: Werner Schulz  
Wenn Inklusion richtig Spaß und Freude macht

Dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Musik machen können, bewies die „Jura-Goes-Music-Band“. Vorne v. l.: Michael Fruth, Claudia Hellerbrand und Silke Kraus, hinten v. l.: Alexander Morlang, Fest-Organisator Uli Günter, Thomas Walt und Miriam Kotz.
Hirschau. Heute ist das Wort Inklusion in aller Munde. Als Walter Widder 1990 das Jura-Gartenfest ins Leben rief, konnten die Wenigsten mit dem Begriff etwas anfangen. Am Sonntag war er im voll besetzten Josefshaus-Biergarten wieder gelebte Realität. Zum 29. Mal hatten Menschen mit und ohne Behinderung bis in den Abend hinein richtig Spaß und Freude am gemeinsamen Feiern.

Herrliches Sommerwetter, ein unterhaltsames Beiprogramm, beste Bewirtung, eine Tombola mit lukrativen Preisen und ein großer Besucherandrang – das waren die Markenzeichen des Festes, für das Bürgermeister Hermann Falk die Schirmherrschaft übernommen hatte. Er griff das Festmotto „Miteinander – Füreinander“ auf. Das Motto habe an Fronleichnam für viele Hirschauer beim Beseitigen der Unwetterschäden gegolten.

Von ihm ließen sich auch Festorganisator Uli Günter und die Mitglieder der Vereine leiten, die sich bei der Ausrichtung und Gestaltung des Festes engagierten. Dafür gelte es ihnen Dank zu sagen. Den Dankesworten stimmte der stellvertretende Lebenshilfe-Vorsitzende Bernhard Vahle uneingeschränkt zu. Das Fest sei einzigartig in der Region. Dank der Spenden habe man schon viele Anschaffungen tätigen können.

Uli Günter freute sich über die Unterstützung der Helfer und Helferinnen aus den Reihen des Anglervereins, der CSU-Frauen-Union, der Dorfgemeinschaft Ehenfeld, des Festspielvereins, des Gesangvereins, des Heimat- und Trachtenvereins, der IG Bergbau-Chemie- Energie, der Kolping-Theatergruppe, des Musikzugs, des TTC Kolping und des TuS/WE. Sie packten seit Jahren mit an. Neu im Helferkreis seien der Schwimmverein und die Schnaittenbacher SPD-Frauen. Erstmals mit von der Partie war auch das Wellness-Zentrum ShapeUp, das den Besuchern an zwei Infoständen die Möglichkeit bot, die eigene Fitness zu testen.

Den kurzen Reden folgte eine fetzige Tanzeinlage der Lebenshilfe-Tanzgruppe unter Leitung von Julia Stang. Dann übernahm die von Miriam Kotz geleitete „Jura-Goes-Music-Band“ das Kommando im Unterhaltungsprogramm. Die siebenköpfige Gruppe, zusammengesetzt aus Musikern mit und ohne Behinderung, erntete viel Applaus für die deutsche Version von Bill Withers „Lean on me“, John Denvers „Country Road“, „An Tagen wie diesen“ von den „Toten Hosen“ und Andreas Bouranis 2014-er Fußball-WM-Song „Ein Hoch auf uns“.

Genau dieses Motto hatten Regina Merkls Kinder- und Jugendgarde – die bevorstehende WM in Russland im Hinterkopf - für ihren Showauftritt ausgewählt. Die Mädchen präsentierten in den Trikots der deutschen Nationalmannschaft und mit schwarz-rot-goldenen Kopfschmuck im Haar eine fulminante Tanzdemonstration zu Sportsongs wie „Es lebe der Sport“, „Das Ding muss rein“, „Schwarz und Weiß“ oder den Queen-Top-Hit „We are the champions.“ Donnernder Applaus war dafür der verdiente Lohn.

Solchen erntete danach auch das von Sophia Hofmann dirigierte Musikzug-Jugendorchester. Sie begeisterten das Publikum u.a. mit dem „Holiday Rock“, dem Stück „Circle of Life“ aus dem „Dschungelbuch“, dem „Walk-The-Moon-Hit“ „Shut up and dance“ und dem „Cup-Song“, bei dem Johannes Riß als Plastikbecher-Dreher ebenso glänzte wie vorher als „Cowbellist“. Die hartnäckigen Zugabe-Forderungen des Publikums erfüllte das Orchester mit dem „Radetzky-Marsch“. Perfekt abgerundet wurde das Musikprogramm von Franz Hirmer und seiner Band. Die von ihm, Peter Langer und Horst Bauer dargebotenen Hits, Evergreens und Gospels waren ganz nach dem Geschmack der Besucher.

Dass den Kindern nicht langweilige wurde, dafür sorgten Reinhard Weber und sein Spielstraßen-Team sowie Julia Stang mit ihrem Schminkstand. Auch die von Brunhilde Fehlner organisierte Tombola erwies sich als Volltreffer.
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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