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Nachricht vom 2018-07-12
Verfasser: Werner Schulz  
Mensch, war des a schöner Tag

Der Kindergarten St. Wolfgang feierte im ausverkauften Josefshaus seinen 65. Geburtstag. Den Auftakt des Showprogramms bestritten die „SitaWokis“, die singenden, tanzenden Wolfgangskinder selber zusammen mit ihren Erzieherinnen. Vorne rechts sitzend (mit Gitarre: Einrichtungsleiterin Uta-Maria Kriegler.
Hirschau. Wenn der Donikkl „So a schöner Tag“ singt, bleibt niemand ruhig sitzen. Als die St. Wolfgang-Familie im Josefshaus den 65. Geburtstag des Kindergartens feierte, war das nicht anders. Klein und groß waren aus dem Häuschen.

Im Bürgersaal gab es keinen freien Platz, als die Einrichtungsleiterin Uta-Maria Kriegler die Partygäste begrüßte: Aktuelle und künftige Krippen- und Kindergartenkinder und Erstklässler mit ihren Eltern – dazu die Ehrengäste: Bürgermeister Hermann Falk, sein Stellvertreter Peter Leitsoni und Stadtrat Rudi Wild, der erste Lok-Führer des „Hirschauer Bockls“, Jahrzehnte das Lieblingsspielzeug der St. Wolfgang-Kinder.

Ein besonderes Willkommen galt Claudia Heckmann und ihrer Tochter Esther, der Urenkelin von Wolfgang Droßbach, dem Stifter des Kindergartens. Ihm, so Kriegler, müsse man dankbar sein, dass er vor 65 Jahren die Wichtigkeit der vorschulischen Einrichtung erkannt habe. 1953 als modernste Einrichtung bekannt, sei man 2018 baulich nicht mehr der „modernste Märchenkindergarten“, doch seien die Angebote den Anforderungen der heutigen Gesellschaft pädagogisch sehr gut angepasst.

Neben der pädagogischen Bildungsarbeit habe die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern einen hohen Stellenwert. Gegenseitige Wertschätzung, hohe fachliche Qualität und viel Herz von Team und Eltern sorgten für die besondere „St. Wolfgangs-Atmosphäre“. Sie komme auch beim Fest zum Ausdruck. Ohne Unterstützung des Elternbeirats mit seiner Vorsitzenden Eva Ries und anderer aktiver Eltern wäre es in der Form nicht möglich. Dank sagte Kriegler den Firmen, Geschäfts- und Privatleuten, die das „Donikkl-Mitmach-Konzert“ mit Spenden unterstützt haben.

Stichpunktartig erinnerte sie an wichtige Stationen der Kindergarten-Geschichte, z.B. die 1975 erfolgte bauliche Erweiterung und Aufstockung auf 4 Gruppen oder die Bildung der ersten Krippengruppe 2007. 2018 fühlten sich 65 Krippen- und Kindergartenkinder mit ihren Familien in der St. Wolfgang-Einrichtung sehr gut betreut.

Dies unterstrich Bürgermeister Falk, der das gute Betriebsklima hervorhob. Der Kindergarten sei vom ersten Tag an ein Segen für die Kinder und die Stadt. Posthum gelte der Dank Wolfgang Droßbach, der den Bau finanziert hat. Zu danken habe man den Armen Schulschwestern, die den Kindergarten 54 Jahre lang geleitet und geprägt haben. Seine Wertschätzung gelte allen Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Reinigungskräften, die hier gewirkt haben und noch wirken, ebenso allen Eltern, die sich für die KiTa eingesetzt und sie gefördert haben.

Kindergärten seien eine wichtige Station auf dem Weg des Heranwachsens und eine gute Ergänzung zum Elternhaus, aber kein Ersatz dafür. Kindererziehung sei originär Aufgabe der Eltern, aber auch eine der Gesellschaft, seien doch die Kinder die Gesellschaft von morgen. In einer Zeit, in der oft beide Elternteile ins Arbeitsleben eingespannt sind, sei eine intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern wichtig.

Im Kindergarten erobern die Kinder neue Lebensbereiche, begegnen neuen Menschen und gewinnen mehr Selbständigkeit. Der Kindergarten erweitere den Horizont der Kinder. Kinder sollten laut Goethe von ihren Eltern zwei Dinge bekommen: Wurzeln und Flügel. Wurzeln entstünden durch Geborgenheit, Flügel verlangten ein Loslassen. Der Wolfgang-Kindergarten vermittle beides. Er genieße deshalb über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Ruf.

Abschließend wies Falk darauf hin, dass das neue Kindergartenjahr personelle Veränderungen bringt. Mit Dankesworten und kleinen Präsenten verabschiedete er Erzieherin Laura Rustler, Kinderpflegerin Katrin Lück, Praktikantin Lisa Peterwein und Reinigungskraft Monika Auer. Das Geburtstagsgeschenk der Stadt hatte der Bürgermeister nicht mitgebracht – die lang ersehnte neue Haustür. Sein Wunsch, dass auf die Reden eine stimmungsvolle Party folgt, ging mehr als in Erfüllung.

Dafür sorgten zunächst die „SitaWokis“, die singenden, tanzenden Wolfgangskinder selber. Nach einem kräftigen „Hey, hello“ griff das Vorschulteam der Sonnengruppe zu seinen Boomwhackers und begleitete rhythmisch den gemeinsamen Song „Ja, wir Wolfgangskinder“. Die Krippenkinder wurden bei ihrem Lied „Ein großer, runder, gelber Luftballon“ von den Großen unterstützt. Die Maikäfergruppe war dann gefordert, das Stück „Bum, bum, rufen die Trommeln“ mit diesen und mit Glöckchen und Rasseln zu untermalen. Zum Abschluss ihrer mit stürmischem Beifall bedachten „SitaWoKi-Show“ schmetterten alle lautstark „Weil wie heut Geburtstag ham“.

Als dann Donikkl, Erich der Koch und Mimi Starkstrom das Kommando auf der Bühne übernahmen, gab es im Saal kein Halten mehr. Einzigartig, wie der Kultmusiker mit seinem Publikum umzugehen wusste und z.B. klein und groß dazu brachte, sich zu Beginn des „Fliegerliedes“ auf den Boden zu legen, mit ihm hochzuspringen und alle seine Gesten und Bewegungen mitzumachen. Immer wieder holte Donikkl Kinder, Mamis und Papis auf die Bühne. Sie alle ließen sich von den Gute-Laune-Songs 90 Minuten lang mitreißen, vom „Kleinen Haifisch“ und „Piraten“ genauso wie beim „Cowboy“, beim „Aram Sam“ oder bei der „Hitmaschine“.

Während der Pause rüsteten sich die kleinen und großen Donikkl-Fans mit Fanartikeln aus und stärkten sich mit den Wurstsemmeln, Muffins und Getränken, die der Elternbeirat anbot. Nach Konzertschluss hatten die Autogramme der drei Unterhaltungskünstler, mit denen man sich fotografieren lassen konnte, Hochkonjunktur.
Ganz im Sinne des Fliegerlied-Textes waren sich am Ende die Partygäste einig: „Mensch, war des heit a schöner Tag!“
Bilder:

Foto(s): Werner Schulz

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