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Nachricht vom 02.05.2026 Sonstiges

Klare Forderungen und ein voller Marktplatz zum Tag der Arbeit in Hirschau.

Hirschau (Bericht von Fritz Dietl )  Unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite" zieht die Maikundgebung in Hirschau viele Teilnehmer an. Redner wie Rainer Hoffmann fordern Verantwortung von Arbeitgebern und betonen die Bedeutung fairer Arbeitsbedingungen.

Bei strahlendem Sonnenschein zog die Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Hirschau zahlreiche Interessierte an. Unter den Teilnehmern waren auch die neue Bürgermeisterin der Stadt, Beate Dietrich, der Schnaittenbacher Bürgermeister Marcus Eichenmüller, der stellvertretende Landrat Michael Rischke sowie viele Stadträte, Mandatsträger und Kreisräte aus Schnaittenbach und Hirschau. Sie alle wurden von Josef Birner, dem Vorsitzenden des örtlichen DGB-Ortskartells, begrüßt.

Birner ging darauf ein, dass der Sozialstaat kein Kostenfaktor sei, den man beliebig kürzen könne, sondern dass dieser die Grundlage für Zusammenhalt und Stabilität bilde. „Wer behauptet, dieser sei zu teuer, der lenkt von den eigentlichen Problemen ab: einer ungerechten Vermögensverteilung und einer Steuerpolitik zugunsten der Reichsten in der Gesellschaft“, sagte Birner. Die Kundgebung stand unter dem Motto:

„Erst unsere Jobs, dann eure Profite.“

Hauptredner war Rainer Hoffmann, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Er meinte, dass die Bürger an der Problemlösungsfähigkeit der Politik zweifelten und auf eine klare strategische Kursbestimmung warteten, die unser Land raus aus der Krise und rein in die Zukunft führe. Sie verlangten, dass die Arbeitgeber endlich Verantwortung übernehmen, in die Zukunft investieren und Arbeitsplätze sicherten, so Hoffmann. „Wenn Steuergelder fließen, muss dies auch zu Beschäftigung in Deutschland und Europa führen. Nur wenn Menschen sich Wohnen, Energie und den Einkauf im Supermarkt leisten können, bleibt unsere Gesellschaft stabil und gerecht.“

Hoffmann ging auch anschaulich auf den aktuellen Mindestlohn ein und darauf, was er für die spätere Altersabsicherung bedeute: „Wer die ganzen Jahre voll gearbeitet und nur Mindestlohn bekommen habe, ende in der Altersarmut.“ Er beendete seine Rede mit der Hoffnung, dass sich wieder mehr Menschen für Arbeitnehmerrechte engagieren, und erinnerte an den 15. Juni 1996, als sich 350.000 Personen im Bonner Hofgarten trafen, um gegen den von Helmut Kohl angestrebten Sozialabbau friedlich zu demonstrieren.

Die Veranstaltung wurde mit den Liedern „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit“ und dem Steigerlied beendet. Musikalisch umrahmt wurde die Maikundgebung von den Kaoliner Musikanten, die auch bereits zu Beginn ein Standkonzert gegeben hatten.

Bei strahlendem Sonnenschein war der Marktplatz zur Kundgebung gut gefüllt. - Foto von Fritz DietlFoto: Fritz Dietl
Bei strahlendem Sonnenschein war der Marktplatz zur Kundgebung gut gefüllt.

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Foto: Fritz Dietl
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