Frechen/Hirschau (Bericht von AKW) Die Quarzwerke Gruppe treibt die Modernisierung ihres Kaolinstandorts Hirschau/Schnaittenbach voran: Unter dem Projektnamen „Hirschau-Ost“ wird auf dem Werksgelände der Amberger Kaolinwerke Eduard Kick GmbH & Co. KG (AKW) eine neue Nassaufbereitung entstehen, die die Produktion von hochqualitativen Kaolinen, Feldspäten und Quarzsanden langfristig sichern soll. Die Amberger Kaolinwerke sind seit 1991 Teil der Quarzwerke Gruppe.
„Wir investieren rund 80 Millionen Euo in den Neubau der Nassaufbereitung am Standort Hirschau/Schnaittenbach“, sagt Robert Lindemann-Berk, geschäftsführender Gesellschafter der Quarzwerke Gruppe. „Das bietet eine große Chance: Eine hocheffiziente neue Anlage entsteht, mit hervorragender Technik, für Produkte höchster Qualität, ressourcensparend, nachhaltig und mit guter Logistik.“
Thomas Perterer, für AKW zuständiger Geschäftsführer, unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts: „Diese Investition schafft eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Sie sichert Arbeitsplätze in der Region, stärkt Hirschau als Industriestandort und bietet uns die Chance, das Werk Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.“
Verschlankte Werksstruktur, verbesserte Rohstoffversorgung
Die neue Anlage soll in den kommenden Jahren am Standort Hirschau realisiert werden. Gegenüber der zuvor geprüften Standort-Variante in Schnaittenbach bietet Hirschau-Ost mehrere Vorteile: Mit dem Neubau der Nassaufbereitung in Hirschau wird die bestehende Werksstruktur verschlankt und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Gleichzeitig kann die Rohstoffversorgung des Werks effizienter sichergestellt werden. Zudem erfolgt die Verkehrsanbindung an das öffentliche Straßennetz außerhalb der Ortslage, wodurch die Bevölkerung entlastet wird. Eine Weiternutzung der Bahnverladung ist ebenfalls vorgesehen, wodurch sich die Logistik effizient und nachhaltig gestalten lässt.
Das zuständige Projektteam der Quarzwerke Gruppe arbeitet bereits mit Genehmigungsbehörden und externen Partnern an der konkreten Planung und Umsetzung.
Ăśber die Amberger Kaolinwerke:
Die Amberger Kaolinwerke haben sich seit ihrer Gründung 1901 zu einem bedeutenden Rohstoffproduzenten in Europa entwickelt. Seit 1995 sind die Amberger Kaolinwerke Teil der Quarzwerke Gruppe, eines traditionsreichen Familienunternehmens mit Sitz in Frechen bei Köln. Die Gruppe mit 39 Standorten in elf Ländern kann eine breite Palette an Industriemineralien von rund 700 Qualitätsprodukten anbieten. Eingesetzt werden diese Rohstoffe in zahlreichen Anwendungsgebieten, insbesondere in der Glas-, Gießerei-, Keramik, Papier-, Kunststoff- und Gummi-Industrie sowie in Farben & Lacken und in Bauchemischen Produkten.
Häufig gestellte Fragen
1. Was ist das Projekt Hirschau-Ost und was soll damit erreicht werden?
Die Amberger Kaolinwerke Eduard Kick GmbH & Co. KG (AKW), ein Unternehmen der Quarzwerke Gruppe, plant den Neubau der Nassaufbereitung am Standort Hirschau unter dem Projektnamen Hirschau-Ost oder kurz HIR-Ost. Die neu entstehende Anlage dient der langfristigen und effizienten Produktion von Kaolinen, Feldspäten und Quarzsanden.
2. Warum wird in Hirschau gebaut und nicht in Schnaittenbach, wie ursprĂĽnglich vorgesehen?
Im Zuge der vertieften Planung wurden verschiedene Standortvarianten umfassend bewertet. Die Entscheidung fĂĽr Hirschau basiert insbesondere auf folgenden Vorteilen:
- Optimierte, nachhaltige Logistik durch die Bahnanbindung der Nassaufbereitung
- Effizientere Werksstruktur, bessere Einbindung in bestehende Anlagen
- Zukunftsfähige Entwicklungsmöglichkeiten durch neue Freiflächen
- GĂĽnstige Verkehrsanbindung auĂźerhalb der Ortslage: geringere Belastung fĂĽr Anwohner
Diese Faktoren machen die Lösung in Hirschau insgesamt wirtschaftlicher, effizienter und nachhaltiger.
3. Wie geht es mit dem Standort Schnaittenbach weiter?
Die Rohstoffgewinnung und Aufbereitung im neu gebauten Sandwerk in Schnaittenbach ist und bleibt für uns unverzichtbare Grundlage für die Produktion von Kaolin und Feldspäten. Der Standort Schnaittenbach bleibt daher als Kernelement im Werksverbund erhalten und wird – wie bisher – das Werk mit wichtigen Zwischenprodukten versorgen und gleichzeitig hochwertige Quarzsande und Kiese für unterschiedlichste Anwendungen für unsere Kunden herstellen.
4. Wie hoch ist die Investition?
Die Quarzwerke Gruppe investiert im Rahmen des Projekts Hirschau-Ost rund 80 Millionen Euro – eine der größten Einzelinvestitionen des Unternehmens in den vergangenen Jahren.
5. Welche Ziele verfolgt die Quarzwerke Gruppe bzw. AKW mit dem Projekt?
Mit dem Neubau der Nassaufbereitung verfolgt das Unternehmen vor allem folgende Ziele:
- Sicherung der langfristigen Produktqualität und Lieferfähigkeit
- Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit
- Modernisierung und Vereinfachung der Werksstruktur
- Schaffung von Flächen für künftige Innovationen
6. Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Region?
- Langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen
- Stärkung der regionalen Industrie
- Perspektiven fĂĽr weitere Investitionen am Standort
- Weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen durch Anlagen auf neuestem Stand der Technik
7. Was passiert mit den bestehenden Anlagen?
Im Zuge des Neubaus können Teile der bestehenden, komplexen Infrastruktur zurückgebaut werden. Dadurch entsteht eine zentral gelegene Fläche für zukünftige Projekte.
8. Wie ist der aktuelle Projektstand?
Das Projekt wurde von den Gesellschaftern der Quarzwerke Gruppe freigegeben. Derzeit arbeitet das Projektteam gemeinsam mit den zuständigen Behörden und externen Partnern an der Genehmigungs- und Detailplanung.
9. Wann wird gebaut und wann geht die Anlage in Betrieb?
Ein konkreter Zeitplan wird im Rahmen der laufenden Planungen und Genehmigungsverfahren erarbeitet. Das Unternehmen wird über die nächsten Schritte zeitnah informieren.
10. Welche Bedeutung hat das Projekt fĂĽr Kunden?
Mit dem Projekt wird sichergestellt, dass Kunden der Amberger Kaolinwerke auch künftig zuverlässig mit hochwertigen Industriemineralen beliefert werden können – bei gleichzeitig verbesserten Produktions- und Logistikprozessen.
11. Wie ist das Projekt in die langfristige Planung der Quarzwerke Gruppe eingebettet?
Das Projekt ist Teil der Planung, Produktionsstandorte gezielt zu modernisieren, Effizienzpotenziale – auch in puncto Energie – zu heben und die internationale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
12. Warum wird neu gebaut, obwohl die Nachfrage nach Papierkaolin ja rückläufig ist?
Es stimmt, dass einzelne Absatzmärkte wie die Papierindustrie rückläufig sind. Gleichzeitig ist die bestehende Werksstruktur in die Jahre gekommen. Genau deshalb investieren wir jetzt: Wir stellen unsere Produktion gezielt breiter und moderner auf, bedienen zunehmend unterschiedliche Industrien und erhöhen gleichzeitig unsere Effizienz. Die neue Anlage ist darauf ausgelegt, flexibel verschiedene Produkte und Qualitäten für weitere Industriebranchen herzustellen – das macht uns unabhängiger von einzelnen Märkten und sichert die Zukunft des Standorts langfristig.