Hirschau (Bericht von Werner Schulz) Einen anstrengenden Tag verordneten sich freiwillig 15 Jugendliche der Feuerwehren Hirschau, Ehenfeld, Steiningloh-Urspring und Krondorf-Burgstall. Unter Leitung von Jugendwart Sebastian Braun absolvierten sie eine 24-Stunden-Übung.
Blaulicht, Einsatzbefehle und jede Menge Action! Die Nachwuchsfeuerwehrler erlebten hautnah, was es bedeutet, was es bedeutet, im Einsatzfall als Team zu funktionieren. Auf sie warteten insgesamt fünf realistische Einsatzszenarien. Als Besonderheit durften sich die Nachwuchsfeuerwehrleute unter Anleitung von Sebastian Braun bei den Einsätzen selbst als Gruppenführer versuchen. Kaum hatten sich die Teilnehmer ihren Schlafplatz im Lehrsaal des Hirschauer Gerätehauses hergerichtet, kam schon die erste Alarmierung. Ein offener Brand mit freier Rauchentwicklung war zu löschen. Nur kurze Zeit später musste man bei einem Fahrradunfall an der Einmündung Gemeindeverbindungsstraße Krickelsdorf/Staatsstraße 2123 technische Hilfe leisten. Am nächsten Tag mussten sich die Jugendlichen Zugang zu einer Wohnung in der Sudetenstraße schaffen, durch die Tür oder auch durch das Fenster. Hier waren eine schnelle Lageerkundung, eine gute Zusammenarbeit und ein strukturiertes Vorgehen gefragt. Höhepunkt der 24-Stunden-Übung war der Einsatz in einem Hirschauer Kaolinwerk. Von dort wurde ein Brand in einer Produktionsanlage mit zwei vermissten Personen gemeldet. Unter realistischen Bedingungen mussten die Jugendlichen die Einsatzstelle abarbeiten, den angenommenen Brand bekämpfen und gleichzeitig nach den beiden vermissten Personen suchen. Zum Abschluss der Einsatzserie wurde man zu einem Verkehrsunfall, um dort technische Hilfe zu leisten. Bei dem Unfallauto musste das Dach abgeschnitten werden, damit die Helfer vor Ort der Wasserwacht die im Fahrzeug eingeklemmte Person befreien konnten. Bei diesem Szenario sammelten die Jugendlichen wichtige Erfahrungen im Bereich der technischen Hilfeleistung. „Die Jugendlichen haben bei allen Einsätzen mit großem Engagement und viel Begeisterung mitgemacht. Besonders die realistisch dargestellten Einsatzlagen haben ihnen gezeigt, wie wichtig Teamarbeit, eine gute Ausbildung und ein kühler Kopf im Einsatz sind“, lautet das Fazit von Jugendwart Sebastian Braun.
Neben dem Ausbildungswert stand bei der 24-Stunden-Übung vor allem die Pflege der Gemeinschaft im Mittelpunkt. Für die Jugendlichen war es eine willkommene Gelegenheit, das Erlernte praktisch anzuwenden, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und dabei natürlich auch jede Menge Spaß zu haben. Die fünf Einsatzübungen machten deutlich: Die Jugendfeuerwehren in der Stadtgemeinde Hirschau sind nicht nur mit Feuereifer bei der Sache, sondern auch bestens auf dem Weg, die Einsatzkräfte von morgen zu werden.
Foto: Marina SchlafferMöchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!
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