Hirschau/Steiningloh (Bericht von Werner Schulz) Die Radwegverbindung zwischen Hirschau und Amberg wächst weiter. Vergangenen Dienstag wurde ein weiterer, ca. 400 Meter langer Teilabschnitt im Bereich Steiningloh für den Radverkehr freigegeben.
Baudirektor Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach hieß zum Ortstermin neben Bürgermeisterin Beate Dietrich willkommen. Eingangs stellte er das gemeinsame Radführungskonzept der Städte Hirschau und Amberg, der Gemeinde Freudenberg und des Staatlichen Bauamtes für den Korridor der Staatsstraße 2238 vor. Ziel ist es, den Radverkehr als umweltfreundliche und zunehmend bedeutende Mobilitätsform zu stärken und zugleich die Verkehrssicherheit durch eine Trennung der Verkehrsarten zu erhöhen. Bei der Umsetzung sollen bestehende öffentliche Feld- und Waldwege entlang der Staatsstraße 2238 zwischen Hirschau und Amberg schrittweise so ausgebaut werden, dass sie für den Radverkehr sicher und komfortabel nutzbar sind. Es soll eine attraktive, möglichst umwegarme Radwegeverbindung abseits der stark befahrenen Staatsstraße geschaffen werden. Unter Einbeziehung bereits vorhandener Verbindung wachse Schritt für Schritt und in Kombination mit vergleichbaren Projekten im Landkreis NEW eine durchgängige Radwegeachse von Amberg über Hirschau nach Weiden. Mit der Freigabe des nunmehr vorletzten Abschnitts komme man der Umsetzung der regional wichtigen Radwegeverbindung einen weiteren Schritt voran.
Im Rahmen der diesjährigen Baumaßnahme wurde der rund 400 Meter lange, vorhandene Feldweg verkehrstauglich und für Radfahrer komfortabel ausgebaut. Der vorher nur grob geschotterte und für die Nutzung durch Radfahrer ungeeignete Weg erhielt einen ebenen Asphaltaufbau. Die Baukosten für diesen Abschnitt, der in der Baulast der Stadt Hirschau liegt, belaufen sich auf ca. 150 000 Euro. Die Finanzierung erfolgt vollständig durch den Freistaat Bayern als Baulastträger der Staatsstraße. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Weidener Baufirma Scharnagl. Bürgermeisterin Beate Dietrich begrüßte den Ausbau des Teilabschnitts und bedankte sich bei allen an der Planung und am Ausbau Beteiligten. Es sei gut, dass das Straßenbauamt vorhandene Wege nutze, um die Radwegeverbindung zwischen Hirschau und Amberg zu verbessern. Baudirektor Noll erinnerte daran, dass der Abschnitt auf bereits erzielten Fortschritten aufbaut. So wurde 2020 ein Feld- und Waldweg zwischen den Gemeindeverbindungsstraßen nach Urspring und nach Krondorf für den Radverkehr ertüchtigt. 2021 und 2020 folgte der Ausbau zwischen Immenstetten und Steiningloh.
Bis zur durchgängigen Umsetzung des Konzepts fehle noch ein letzter Abschnitt. Es handle sich um die Radwegeführung zur Querung der stark befahrenen Staatsstraße 2238 bei Steiningloh zwischen dem Hauptort und der sog. „Fischersiedlung“. Aufgrund der Straßenkreuzung und einer sanierungsbedürftigen Brücke im Zuge der Ortsstraße stelle der Bereich besondere Anforderungen an die Verkehrsplanung und die technische Umsetzung. Derzeit werden verschiedene Lösungsansätze geprüft und hinsichtlich ihrer Genehmigungsfähigkeit und Finanzierbarkeit sowie ihrer praktischen Umsetzbarkeit geprüft. Ziel bleibe es, so Baudirektor Noll, die Verbindung zwischen Hirschau und Amberg sicherer, komfortabler und möglichst durchgängig zu gestalten und so die Voraussetzungen für eine attraktive Alternative zum Radfahren auf dieser Strecke zu schaffen.
Foto: Werner SchulzMöchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!
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