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Nachricht vom 04.02.2019 Vereine

Feuerwehr rundet 150-Jähriges mit Festkommers- und Ehrungsabend ab

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Am 6. Januar 1868 gegr√ľndet feierte die Freiwillige Feuerwehr vergangenes Jahr ihren 150. Geburtstag. Letzten Samstag wurde das Jubil√§um mit einem Festkommers- und Ehrungsabend im Josefshaus abgerundet.

Drei Tage lang war die Kaolinstadt vom 20. bis 22. Juli im Zeichen des Jubelfestes gestanden. Daran erinnerte Vorstand Michael Schuminetz zu Beginn seiner Festrede. Ausgangspunkt seiner Ausf√ľhrungen war der kleine Zeichentrick-Drache ‚ÄěGrisu‚Äú, dessen Traum es war, Feuerwehrmann zu werden. Als er vor kurzem eine ‚ÄěGrisu-DVD‚Äú in einem Marktregal entdeckte, habe er sich gefragt, ob Feuerwehrmann noch immer ‚ÄěGrisus‚Äú Traumziel w√§re. Denn die Herausforderungen seien in den letzten Jahrzehnten immer gr√∂√üer geworden. ‚ÄěGrisu‚Äú habe nicht ahnen k√∂nnen, was Feuerwehrleute heutzutage beherrschen m√ľssen.

Die Bezeichnung Feuerwehr sei immer noch korrekt. Die Brandbek√§mpfung sei nach wie vor eine zentrale Aufgabe. Dar√ľber hinaus leiste man Hilfe bei Naturkatastrophen, bei Unf√§llen aller Art und hole auch mal eine Katze vom Dach.

Die technische Ausstattung der Gr√ľndungswehr habe nichts mehr mit der heutigen gemein. Eines habe sich nicht ge√§ndert: Die Hirschauer Wehr stehe immer bereit, um die B√ľrgerinnen und B√ľrger zu sch√ľtzen.

Die Feuerwehrleute br√§uchten viel Mut. Wenn sie Eigentum oder Leben anderer sch√ľtzen, riskierten sie oft ihr eigenes Leben. Ohne Menschen, die sich wie sie selbstlos f√ľr andere einsetzen, k√∂nnte die Gesellschaft nicht funktionieren. Ehrenamtlich opfere man Freizeit, Zeit f√ľr die Familie und stelle teilweise berufliches Fortkommen hintan.

Man handle nach dem Leitspruch ‚ÄěRetten, L√∂schen, Bergen, Sch√ľtzen!‚Äú Lob spendete Schuminetz dem B√ľrgermeister und dem Stadtrat. Sie h√§tten ein offenes Ohr f√ľr die Wehr und statteten sie mit modernen technischen Ger√§ten aus.

Die Ausr√ľstung diene ausschlie√ülich der Sicherheit der Bev√∂lkerung. An der Freiwilligen Feuerwehr zu sparen, w√§re das teuerste Sparen. Entgegen dem Leitspruch auf der Fahne, schloss der Vorsitzende mit den Worten ‚ÄěGott sch√ľtze unsere Feuerwehrleute! Gott sch√ľtze unser Land und unsre St√§dte.‚Äú

Als gro√üartiges Fest bezeichnete B√ľrgermeister Hermann Falk das letztj√§hrige Jubil√§um. Den zur Ehrung Anstehenden bescheinigte er, mit Herzblut Feuerwehrleute zu sein. Ohne sie w√§re die Stadt um ein Vielfaches √§rmer. Ihre Einsatzbereitschaft sei nicht auf Hirschau beschr√§nkt, wie j√ľngst die Teilnahme an der Hilfsaktion in Berchtesgaden gezeigt hat. Die Solidarit√§t sei vorbildhaft und ein tiefer Ausdruck von B√ľrgersinn und Hilfsbereitschaft.

Die Stadt sei gerne bereit, die Feuerwehr technisch immer auf dem neuesten Stand auszur√ľsten. Deutliche Worte fand Falk f√ľr Menschen, die Rettungskr√§fte gewaltt√§tig in Wort und Tat angehen. Das d√ľrfe nicht sein. Solche Leute m√ľssten unbedingt verurteilt werden.



Auch Kreisbrandrat Fredi Wei√ü wies auf den Wandel der Feuerwehraufgaben vom klassischen L√∂schen zur Hilfeleistung bei technischen Eins√§tzen, Naturkatastrophen usw. hin. Damit einhergehen m√ľsse eine Verbesserung von Einsatzmitteln, Schutzkleidung, Ger√§ten und Fahrzeugen.

Dankbar erw√§hnte er den Einsatz der Hirschauer bei der Bew√§ltigung der Schneekatastrophe in Oberbayern. 130 Kr√§fte aus dem Landkreis, die √ľber 13 000 Einsatzstunden geleistet haben, h√§tten sich an der einzigartigen Gemeinschaftsleistung beteiligt.

Unter den ehrenamtlichen Diensten nehme der bei der Feuerwehr eine Sonderstellung ein, weil man sich die Zeit nicht aussuchen kann, wann man tätig sein will.

Nicht nur der Kreisbrandrat, auch Landrat Richard Reisinger war stolz auf die Zuverl√§ssigkeit und Leistungsbereitschaft der Feuerwehren im Landkreis, insbesondere die Hirschauer Wehr. F√ľr den Einsatz in Oberbayern sei es in k√ľrzester Zeit gelungen, das Landkreiskontingent in Marsch zu setzen.

In der gro√üen Anzahl der zu Ehrenden sah er einen Beleg f√ľr die Wertsch√§tzung, den die Feuerwehr in der Bev√∂lkerung genie√üt. Sein Gl√ľckwunsch galt allen Geehrten, insbesondere dem Vorsitzenden Michael Schuminetz.

Er wurde f√ľr seine Dienste von KBR Fredi Wei√ü mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach ausgezeichnet. Schuminetz sei 1979 der Freiwilligen Feuerwehr Ehenfeld beigetreten. Von 1984 bis 1990 habe er dort als stellvertretender Kommandant Verantwortung √ľbernommen.

1990 sei er als Gruppenf√ľhrer zur Hirschauer Wehr gewechselt und Mitglied der Vorstandschaft geworden. Von 2000 bis 2006 habe er sich aktiv als stellvertretender Kommandant engagiert. Seit 2010 bekleide er das Amt des Vorsitzenden bis heute mit gro√üem Verantwortungsbewusstsein und Umsicht.

Breiten Raum nahm dann die Ehrung langjähriger Mitglieder ein. Ausgezeichnet wurden:

Aktive: Daniel Brearley, Christian Finster, Sebastian Jasinsky, Simon Streher (alle 10 Jahre),

G√ľnter Ries, Albert Sterk (beide 25 Jahre),

Christian Forster (30 Jahre),

Franz Birner, Alexander Herrmann, Michael Schuminetz (40 Jahre).

Passive: Helmut Birner, Martin Birner, Georg Weinberger, Georg Wittmann (alle 40 Jahre), Xaver Böller, Heinrich Fleischmann, Gerhard Galler, Hermann Mader, Georg Rösch, Josef Siegert, Walter Wiesinger (alle 50 Jahre), Karl Siegler, Hans Stamminger (beide 60 Jahre) und Alfred Bösl (70 Jahre).

Fördernde: Johann Friedl, Thomas Regler, Martin Beck, Erna Brauner, Norbert Demleitner, Joachim Scholz, Hans Baumann, Hans-Joachim Schlaffer, Georg Schlosser, Walter Widder, Ulrich Heldmann, Johannes Piehler, Walter Majecki, Franz Baier, Werner Schulz, Anton Bauer, Josef Holzer, Albert Meindl, Karl Mader, Martin Meier, Martin Dobmeier (alle 25 Jahre),

Karl-Heinz Knorr, Hubert Ritz, Werner Pichl, Josef Wiesnet, Josef Eimer, Karl Merkl, G√ľnter Roth, Heinz Brauner, Karl Forster, Johann Hartinger, Edwin Hauk, √Ągid Wolfrath, Heribert Fleischmann, Stefan Stark, Werner Huber, Hans-J√∂rg Lenz, Peter Meier, Johann Mendl, Harald Schertl, Adalbert Szymczak, Richard Wiesneth, Hans Weich, Bernd Bienert, Anton Luber, Karl Schreiner, Karl-Heinz Schwandner, Wolfgang Schwab, Reinhard Kummer, Manfred Flierl, Josef Strobl, Gerhard B√∂sl, Rudolf Schweiger (alle 40 Jahre),

Johann Riß, Heinz Kraus, Egon Häring, Walter Vogel, Ernst Mangelberger, Hermann Gebhard, Gerhard Staudigl, Johann Bösl, Helmut Sperber, Konrad Dotzler, Hartwig Langhammer (alle 50 Jahre),

Xaver Flierl und Helmut Meier (beide 60 Jahre).

Eine besondere Ehrung erfuhr der Vorsitzende der Hirschauer Wehr Michael Schuminetz beim Festkommersabend. Er wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach ausgezeichnet. V. l.: 2. Vors. Thomas Maier, B√ľrgermeister Hermann Falk, Landrat Richard Reisinger, Kreisbrandrat Fredi Wei√ü, Michael Schuminetz, Kommandant Sebastian Jasinsky und stellv. Kommandant Claus Meyer. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Eine besondere Ehrung erfuhr der Vorsitzende der Hirschauer Wehr Michael Schuminetz beim Festkommersabend. Er wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Amberg-Sulzbach ausgezeichnet. V. l.: 2. Vors. Thomas Maier, B√ľrgermeister Hermann Falk, Landrat Richard Reisinger, Kreisbrandrat Fredi Wei√ü, Michael Schuminetz, Kommandant Sebastian Jasinsky und stellv. Kommandant Claus Meyer.

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Foto: Werner Schulz
Foto: Werner Schulz
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