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Nachricht vom 25.02.2019 Vereine

Traumhafter, kunterbunter Kinderfaschingszug

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Der Himmel weiß-blau, hunderte kleine kunterbunt kostĂŒmierte Narren, dazu hunderte enthusiastisch „Hirschau Oho“ rufende große Narren am Straßenrand – Hirschau erlebte am Samstag einen Kinderfaschingszug wie aus dem Bilderbuch.

Zum fĂŒnften Mal hatte die Kinder- und Jugendgarde zusammen mit dem Musikzug zu dem Gaudiwurm eingeladen, dem einzigen dieser Art in der Oberpfalz. Dass es ihn ĂŒberhaupt gibt, verdankt man der GardegrĂŒnderin und Cheforganisatorin Regina Merkl.

Vormittags gestand sie noch ein: „Ich bin ganz schön nervös. Es wird schon alles klappen!“ Und wie alles klappte! Kurzum von A bis Z perfekt! Das Kompliment stammt von einem, der es wissen muss: Manfred Enders, Mitglied des PrĂ€sidiums des Landesverbandes Ostbayern im Bund Deutscher Karneval (LVO). Untergehakt bei Regina Merkl genoss er sichtlich die geradezu ĂŒberschwĂ€ngliche AtmosphĂ€re.

Zwanzig Gruppen – die Lari-Fari-Garde aus Diesenbach hatte krankheitsbedingt absagen mĂŒssen – machten sich unter den KlĂ€ngen des von den Majoretten begleiteten Musikzugs und der Jugendblaskapelle Fensterbach vom „Unteren MĂŒllner“ aus auf die knapp einen Kilometer lange Strecke, die von ca. zweitausend Schaulustigen gesĂ€umt wurde.

An der Zugspitze marschierte Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Anspielend auf die Überschwemmung der B 14 beim Fronleichnam-Unwetter 2018 paddelte er als Seemann mit seinem Boot durch die Hauptstraße und forderte BĂŒrgermeister Hermann Falk auf, den FĂ€hrmann zu machen.

Dahinter folgte im zackigen Gleichschritt die gastgebende Kinder- und Jugendgarde. Ihr Prinzenpaar Felix I. und Eva I. wurde im offenen Cabrio chauffiert. Genauso bequem durften es sich die anderen Hoheiten machen: Michael I. und Aliya I. vom Faschingskomitee SchmidmĂŒhlen, Sebastian I. und Fay I. von der Kindergarde Vilseck, Leon I. und Lena I. der Knappnesia Sulzbach-Rosenberg sowie Leonhard I. und Theresa I. von der Kindergarde Freudenberg.

Ohne Prinzenpaar gesellte sich die Kohlberger Mini-Garde als bunter Farbtupfer unter das Kinder-Narrenvölkchen. Ganz in blau kamen die Maschkerer des Antonius-Kindergartens als sich im Wasser tummelnde Fische daher, wĂ€hrend der Wolfgang-Kindergarten seine KĂŒnstlerwerkstatt „Van Guck“ prĂ€sentierte und das Johanniter-Kinderhaus Conrad schon das Roboter-Zeitalter heraufbeschwor.

WĂ€hrend die „Offene Ganztagsschule-Gruppe“ als SchneemĂ€nner nochmal den Winter gegenwĂ€rtig machte, weckte der Zwergerlteff mit seinen Planschbecken schon die Vorfreude auf den Sommer.

Einfallsreich kostĂŒmiert prĂ€sentierten sich die Kinder der Schnaittenbacher Grundschule, die Jugendlichen des Anglervereins, die Mini-Teenie Glubberer sowie der Nachwuchs der TuS-Turner und Schwimmer.

Das Team von „Bob dem Baumeister“ nahm sich in zweifacher Hinsicht des Themas KinderspielplĂ€tze an. Ihnen war die Verschmutzung der bestehenden SpielplĂ€tze durch Hundekot genauso ein Dorn im Auge wie das Fehlen eines Abenteuerspielplatzes, auf dessen Einrichtung die Kinder schon seit ewigen Zeiten warten.



BĂŒrgermeister Hermann Falk und Ex-Musikzugchef Werner Stein kommentierten genĂŒsslich die ins Visier genommenen lokalen Ereignisse. Sie feuerten das Publikum immer wieder mit einem krĂ€ftigen "Hirschau OHO" an und stellten humorvoll die vorbeimarschierenden Maschkerer-Gruppen vor.

Mit der Ankunft auf dem Marktplatz war die Faschingsgaudi keineswegs zu Ende. Bei Stimmungsmusik ging es an der Bar genauso rund wie am Kaffee- und Kuchen- und von der Metzgerei Weich betreuten Verpflegungsstand.

An der Spitze des Hirschauer Kinderfaschingszugs marschierte wie gehabt Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Anspielend auf das Fronleichnam-Unwetter und die Überschwemmung der B 14 paddelte er als Seemann mit seinem Boot durch die Hauptstraße. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
An der Spitze des Hirschauer Kinderfaschingszugs marschierte wie gehabt Stadtheimatpfleger Sepp Strobl. Anspielend auf das Fronleichnam-Unwetter und die Überschwemmung der B 14 paddelte er als Seemann mit seinem Boot durch die Hauptstraße.

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Foto: Werner Schulz
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