Amberg-Sulzbach/Hirschau (Bericht von Werner Schulz) Wegen Corona sind die AktivitĂ€ten der 17 Musikvereine des NBMB-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach und ihrer 1330 Mitglieder nahezu auf dem Nullpunkt. Die FĂŒhrungskrĂ€fte hoffen, dass bald wieder PrĂ€senzproben und Auftritte möglich sind.
Sich einfach einmal ĂŒber die aktuelle Situation austauschen â das war die Absicht, die der NBMB-Kreisvorsitzende Werner Stein (Musikzug Hirschau) mit der Einladung zu einer virtuellen Kreisversammlung verfolgte. Damit bei dieser ein Hauch von einer PrĂ€senzversammlung aufkam, hatten er und sein Vertreter Horst Bauer (Kaoliner Kapelle) jedem Teilnehmer zu deren Ăberraschung eine MaĂ Fastenbock, spendiert von der Hirschauer SchloĂbrauerei, und ein Paar PfĂ€lzer zukommen zu lassen.
Online, so Stein, habe vor kurzem auch die Bezirksversammlung des Nordbayerischen Musikbundes mit Neuwahl der Vorstandschaft stattfinden mĂŒssen. An der Spitze habe es keine VerĂ€nderungen gegeben. Gerhard Engel (Freystadt) sei als Vorsitzender bestĂ€tigt worden, ebenso er selbst als einer von drei stellvertretenden Bezirksvorsitzenden und als BezirksgeschĂ€ftsfĂŒhrer, Anton Lottner (Amberg) als Bezirksdirigent sowie Benedikt BoĂle (Sulzbach-Rosenberg) als Lehrgangsbeauftragter. Die vorgeschlagenen Kandidaten seien per Briefwahl bestĂ€tigt worden. Die Wahlbeteiligung habe 78,1 Prozent betragen. Wie Benedikt BoĂle berichtete, wurden trotz der Corona-Pandemie Workshops, D-Kurse zum Erhalt von Musikerleistungsabzeichen und PrĂŒfungen durchgefĂŒhrt.
Die im Herbst kurzfristig erfolgte Umstellung auf Online-PrĂŒfungen habe hervorragend geklappt. Sie sei von den PrĂŒflingen dankbar angenommen worden. 14 junge Musiker*innen aus dem Kreisverband haben erfolgreich die D1-PrĂŒfung abgelegt, neun die D2-PrĂŒfung. Weitere neun hĂ€tten die D3-PrĂŒfung (Gold) bei einer PrĂ€senzprĂŒfung in Hammelburg erfolgreich absolviert. Das ResĂŒmee aus den bisherigen Veranstaltungen sei durchaus positiv. Sie könnten aber PrĂ€senzprĂŒfungen nicht voll ersetzen. Nach Meinung der Organisatoren werde der eine oder andere Online-Part nach der Pandemie bleiben. PrĂ€senzveranstaltungen blieben jedoch sehr wichtig.
Mit Bedauern teilte Werner Stein mit, dass man das fĂŒr den 13. Mai 2021 in Hirschau geplante Volksmusikspektakel âKummtâs einaâ endgĂŒltig aus dem Veranstaltungskalender streichen mĂŒsse. Noch nicht entschieden sei, ob die fĂŒr den 26. September in Amberg angesetzte â6. Luftklangmeileâ ĂŒber die BĂŒhne gehen werde. Bislang sei sie noch in Planung. EndgĂŒltig absagen mussten die Knabenkapelle Auerbach und die Blaskapelle Gebenbach ihre bereits verschobenen JubilĂ€umsveranstaltungen, die eigentlich schon 2020 stattfinden hĂ€tten sollen.
Viel Lob erntete die VerbandsgeschĂ€ftsstelle. Die Kapellen hoben unisono die optimale Betreuung und UnterstĂŒtzung wĂ€hrend der Pandemie-Zeit. RegelmĂ€Ăige Infoletter und Webinare hĂ€tten den Vereinsverantwortlichen in dieser schwierigen Phase sehr geholfen. Zudem wurde berichtet, dass auch âandere öffentliche Stellenâ auf die Empfehlungen des NBMB zurĂŒckgreifen.
GroĂe Sorge haben die VereinsfĂŒhrungskrĂ€fte, dass ihnen bei noch lĂ€ngerer Andauer der BeschrĂ€nkungen die Mitglieder wegbrechen. Man versuche, diese durch âOnline-Angebote bei der Stange zu halten.â Durchaus unterschiedliche Erfahrungen machte man in den einzelnen Vereinen mit den Online-Proben. Bei einigen funktionierten diese sehr gut, bei anderen fiel das Urteil eher negativ aus.
Auch beim Ausbildungsbetrieb lĂ€uft derzeit alles Online. Beklagt wurde, dass den Kapellen der Ausbildungsjahrgang 2020/2021 fast vollstĂ€ndig fehlt, das zumindest zum Beginn der Ausbildung PrĂ€senzunterricht unverzichtbar ist. Einige ganz wenige hĂ€tten trotzdem NeuanfĂ€nger in ihren Reihen aufnehmen können. Ihre Ausbildung gestalte sich aber sehr schwierig. Positive Nachrichten gab es ĂŒber die PrĂ€senzproben wĂ€hrend der Lockerungen im Sommer/Herbst 2020 zu vermelden. Mehrere Vereine konnten diese durchfĂŒhren, da ihnen dafĂŒr von einigen Unternehmen ihre Busgaragen oder Lagerhallen zur VerfĂŒgung gestellt wurden. Dankbar sei man auch fĂŒr die finanzielle UnterstĂŒtzung, die man durch die hiesige GeschĂ€ftswelt trotz derer eigenen Sorgen wegen der Corona-Pandemie erhalten habe. Trotz dieser habe man einige öffentliche Proben, Biergartenauftritte und die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten â in der Regel in kleiner Besetzung - absolvieren können. Man hoffe, dass zumindest das in absehbarer Zeit wieder möglich wird.
Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!
Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.