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Nachricht vom 09.05.2021 Rathaus

SPD will E-Ladesäule

Schnaittenbach (Bericht von Werner Schulz)  Nachdem Schnaittenbach wohl als einzige Kommune im Landkreis noch √ľber keinerlei √∂ffentliche Ladem√∂glichkeiten f√ľr Elektrofahrzeuge verf√ľgt, stellte die SPD-Stadtratsfraktion einen Antrag auf Errichtung einer Lades√§ule.

Fraktionsvorsitzender Daniel Hutzler erl√§uterte, dass die CWU-Fraktion k√ľrzlich einen Antrag auf Errichtung einer E-Lades√§ule in Kemnath a.B. im Zuge der Dorferneuerung gestellt hat. Dieser sei aber wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit im Bereich von Kemnath a.B. seitens der Stadt nicht weiterverfolgt worden. Deshalb nahm die SPD-Fraktion - vertreten durch 2. B√ľrgermeister Uwe Bergmann - Kontakt mit dem Betreiber des B√ľrgerwindrads in D√∂switz, der Fa. Wust - Wind & Sonne auf. Diese betreibe bereits eine Lades√§ule in Edelsfeld und Gro√übardorf. Die Firma zeigte sich laut Hutzler durchaus aufgeschlossen, eine solche Lades√§ule auch in Schnaittenbach zu betreiben. Sie bevorzuge einen Standort an einer Durchgangsstra√üe, an dem auch zwei Parkpl√§tze f√ľr Elektrofahrzeuge jederzeit freigehalten werden k√∂nnten.

Uwe Bergmann informierte, dass die Fa. Wust weiterhin folgende Bedingungen f√ľr eine Installation genannt habe: Die Stadt m√ľsste die Beschilderung, den Erdbau (Fundament, Kabelgraben) und einen Investitionskostenzuschuss von 2500 Euro √ľbernehmen. Die Firma w√ľrde die Projektierung, den Netzanschluss, die Errichtung der Lades√§ule und den Betrieb inkl. aller Betriebskosten √ľbernehmen. Der Strom k√§me vom regionalen Stromanbieter Regio Gr√ľnstrom (100% Gr√ľnstrom). ‚ÄěWir sollten dahingehend vorankommen. Schlie√ülich will auch Ministerpr√§sident S√∂der die E-Mobilit√§t beschleunigen und sp√§testens ab 2035 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zulassen‚Äú, forderte Bergmann.

Stadtrat Gerald Dagner f√ľhrte aus, dass die Anzahl der neu zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb im Jahr 2020 mit plus 206 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegte. Die E-Mobilit√§t sei in der Mitte der mobilen Gesellschaft angekommen. Positive Nutzererfahrungen, verl√§ssliche Technologien und ein wachsendes Angebot w√ľrden den Umstieg in die E-Mobilit√§t erleichtern, ist sich Dagner sicher. Bei einem anhaltenden Zulassungstrend der Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben, k√∂nne das von der Bundesregierung formulierte Ziel von 7 bis 10 Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2030 erreicht werden. Notwendig sei dazu aber ein weiterer Ausbau der Ladem√∂glichkeiten, so Dagner.

Stadtrat Reinhold Strobl bezog sich auf die k√ľrzlich h√∂chstrichterliche Kritik des Bundesverfassungsgerichts am deutschen Klimaschutz. Bayern wolle dabei nun als Vorreiter bis zum Jahr 2040 klimaneutral sein und bis 2030 den Aussto√ü der Klimagase um mindestens 65 Prozent reduzieren. Er warb an dieser Stelle auch f√ľr heimische PV-Anlagen, welche kosteng√ľnstig die Energie f√ľr E-Fahrzeuge liefern k√∂nnten.

Stadtrat Christian Hartmann forderte, dass auch die Stadt Schnaittenbach Ihren Beitrag zur E-Mobilit√§t leisten m√ľsse. Eventuell sei dabei eine √∂ffentlichen Ladem√∂glichkeit f√ľr E-Bikes mit ins Auge zu fassen. Deshalb beantragte man einen Austausch und die Vorstellung des Lades√§ulen-Konzepts mit und durch die Fa. Wust im Stadtrat, verbunden mit einem anschlie√üenden Beschluss √ľber die Errichtung einer Lades√§ule f√ľr Elektrofahrzeuge.

 - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz

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Foto: Werner Schulz