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Nachricht vom 11.06.2021 Rathaus

├ľffentlicher B├╝cherschrank findet einhellige Zustimmung

Projekt Breitbandausbau auf den Weg gebracht

Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann)  Die Tagesordnung war vielf├Ąltig im ├Âffentlichen Teil der letzten Hirschauer Stadtratssitzung. Dennoch ging das Ganze harmonisch und meist einstimmig ├╝ber die B├╝hne. Freuen d├╝rfen sich auch die Hirschauer Vereine. Im nicht├Âffentlichen Teil der letzten Sitzung waren f├╝r 2021 18250 Euro F├Ârdermittel f├╝r die Vereine beschlossen worden.

Sebastian Krysa von der Breitbandberatung Bayern stellte ein Konzept vor, mit dem die meisten L├╝cken in der Breitbandversorgung Hirschaus und der Ortsteile geschlossen werden k├Ânnten. In einer Markterkundung wurde festgestellt, dass von den 2119 Adressen in Hirschau bislang 774 nicht ausreichend mit Breitbandanschl├╝ssen versorgt sind. 539 Adressen seien f├Ârderf├Ąhig im Rahmen eines F├Ârderprogramms der Staatsregierung. Ausbauziel ist 1 Gigabit f├╝r gewerbliche Anschl├╝sse, 200 Mbit f├╝r Private Anschl├╝sse, der Ausbau erfolgt mit Glasfaserkabel bis ins Haus. Der F├Ârderantrag werde in zwei Lose aufgeteilt. Ein Los bildetenn die Ortsteile Massenricht, Ehenfeld, Krickelsdorf, Burgstall/Krondorf und Urspring/Steiningloh. Das zweite Los beinhaltet die N├╝rnberger Stra├če 112-118 sowie Teile von Hirschau Nord und S├╝dwest.

Pro Anschluss werden 6000 Euro gef├Ârdert, zwei Anschl├╝sse sind H├Ąrtef├Ąlle die mit 15000 Euro zu Buche schlagen. Es ergibt sich insgesamt ein F├Ârderbetrag von 2,85 Mio Euro bei gedeckelten Gesamtkosten von 4,3 Mio Euro. So w├╝rden etwa 28 Prozent der Projektkosten auf die Stadt zu kommen, der maximal m├Âgliche F├Ârdersatz von 90 Prozent w├╝rde nicht erreicht. Wenn die Angebote zu hoch und damit unwirtschaftlich erschienen, k├Ânne die Stadt aus dem Verfahren aussteigen.

Der Stadtrat war einhellig der Meinung den F├Ârderantrag zu stellen und das Projekt auszuschreiben. Kann die Auftragsvergabe Anfang kommenden Jahres erfolgen rechnet Sebastian Krysa mit der Fertigstellung bis Fr├╝hjahr 2026. In Vorbereitung sei auch ein Bundesf├Ârderprogramm. Sollte das g├╝nstiger sein k├Ânne man den Antrag wohl ab├Ąndern.

Mehrfach vorberaten waren die geplanten Ortsabrundungen in Krondorf und Ehenfeld und der ÔÇ×Solarpark Kindlas-Ehenfeld.ÔÇť Die zweite Anh├Ârungsrunde der Fachbeh├Ârden und der B├╝rgerschaft brachte keine neuen Aspekte. So wurden die Ortsabrundungssatzungen f├╝r Krondorf und Ehenfeld, sowie der vorhabenbezogene Bebauungs- und Gr├╝nordnungsplan mit ├änderung des Fl├Ąchennutzungsplans f├╝r den Solarpark Kindlas-Ehenfeld einstimmig aufgestellt.

Als Erfrischungsgeld f├╝r die Wahlhelfer bei der Bundestagswahl im September wurden mehrheitlich 35 Euro, wie bei der letzten Kommunalwahl festgelegt, Johanna Erras-Dorfner hatte 30 Euro, wie bei der letzten Bundestagswahl, favorisiert.

Ralph Brandt kam mit dem Vorschlag auf die Stadt zu im Stadtzentrum einen ├Âffentlichen B├╝cherschrank zu plazieren, Die Betreuung w├╝rden er und seine Frau ├╝bernehmen. Alle Fraktionen fanden die Idee gut. Anstatt des angedachten Holzschranks brachte Johanna Erras-Dorfner eine ausmusterte Telefonzelle ins Gespr├Ąch, die sei wetterfester. Ralf Brandt begeisterte diese Variante nicht so recht. Als Standorte wurden das Rathausumfeld oder auch der untere Marktplatz oder der Infopoint ins Gespr├Ąch gebracht. Die Kosten sollen ├╝ber eine Spendenaktion aufgebracht werden. Schlie├člich einigte man sich eine ausgemusterte Telefonzelle am Infopoint zu platzieren, die k├Ânnte ja auch bei Bedarf kreativ gestaltet werden, wenn sich der Standort nicht bew├Ąhre k├Ânne man diesen auch ├Ąndern.

Die Thematik Umbau der st├Ądtischen W├Ąlder zur Bew├Ąltigung der Folgen des Klimawandels sprach die SPD Fraktion an. Es gebe ein gut dotiertes F├Ârderprogramm auf das die Regierung der Oberpfalz aufmerksam mache. G├╝nther Amann meinte man sollte sich informieren und Fachleute beiziehen. 1.B├╝rgermeister Hermann Falk informierte, dass die 116 ha st├Ądtischer Wald seit 2008 vom Hirschauer Forstbetrieb Helm betreut w├╝rden und zuletzt staatlich gef├Ârderte Pflegema├čnahmen nach R├╝cksprache mit dem Forstamt Schnaittenbach durchf├╝hrt worden seien. Zudem seinen die st├Ądtischen Pachtfl├Ąchen unter ├Âkplogischen Gesichtspunkten vergeben worden. Nach ausgiebiger Diskussion einigte man sich Matthias Helm um einen Fachbericht zum Zustand des Hirschauer Stadtwalds in einer Sitzung zu bitten.

Katrin Enderer f├╝hrte im tagesaktuellen Finanzbericht zur Haushaltslage der Stadt aus, dass bislang sowohl bei den Ausgaben, wie auch bei den Einnahmen alles nach Plan laufe. Auch der bewilligte Kassenkredit von 2 Mio Euro werde derzeit mit 700000 Euro deutlich unterschritten. Auf Nachfrage erl├Ąuterte der 1.B├╝rgermeister, dass der Baubeginn der Schulsanierung wohl kaum mehr heuer sein werde, da der F├Ârderbescheid der Regierung noch ausstehe und vorher nicht ausgeschrieben werden k├Ânne.

Auf Nachfrage von Wolfgang Bosser informierte Bauamtsleiter Martin Beck, dass es bislang nicht gelungen sei kostengerecht Angebote f├╝r die geplante Einz├Ąunung der beiden Spielpl├Ątze an der Sch├Ânbrunnerstra├če und am Kreuzweiher zu erhalten, man aber dran bleibe.

Das Rathaus solle in n├Ąchster Zeit wieder stundenweise auch ohne Termin ge├Âffnet werden allerdings mit aller Vorsicht, antwortete der B├╝rgermeister Johanna Erras-Dorfner. Zudem h├Ątten sich Termine nach telefonischer Vereinbarung sehr bew├Ąhrt, da die Wartezeit entfalle und auch vorab klar sei, was alles mitzubringen sei.

G├╝nther Amann regte an ├╝ber die klimaneutrale Gestaltung des Freizeitparks am Monte Kaolino nachzudenken, auch f├╝r derartige Ma├čnahmen gebe es F├Ârderprogramme.

Rudolf Wild sprach an, dass es sehr schwierig sei sich ├╝ber die Hygienevorgaben f├╝r Gruppentreffen etwa im Seniorenbereich fundiert zu informieren. Lockerungen seien super man m├╝sse aber auch die Regeln daf├╝r leichter zug├Ąnglich machen.

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