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Nachricht vom 03.01.2022 Wirtschaft

In Hirschau ├╝bernimmt der Junior

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Nachfolge gesichert: Zum Jahresanfang ├╝bernimmt Sebastian Dorfner die Schlossbrauerei Hirschau von seinem Vater Franz Dorfner. Damit wird die Brauerei in der mittlerweile achten Generation von der Brauerfamilie Dorfner fortgef├╝hrt.

Franz Dorfner (66) f├Ąllt es relativ leicht loszulassen, wie er sagt. Zum Jahresbeginn ├╝bergibt er die Leitung der Schlossbrauerei Hirschau an seinen Sohn Sebastian (25). Der Senior, der die Brauerei bisher in der siebten Generation gef├╝hrt hat, freut sich ├╝ber den reibungslosen Ablauf der Unternehmensnachfolge. Denn bei vielen anderen Firmen gibt es in diesem Punkt oftmals gro├če Probleme.

Sebastian Dorfner hat nach seinem Abitur am Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg in Weihenstephan/Freising Brau- und Getr├Ąnketechnologie studiert. W├Ąhrend und nach seinem Studium arbeitete er in verschiedenen Brauereien in Bayern. Anschlie├čend war er als Unternehmensberater in Rosenheim t├Ątig. Nach seiner Zeit des Wanderns und Fortbildens ist er nun bereit in den elterlichen Betrieb einzusteigen und die Familienbrauerei fortzuf├╝hren. Als leidenschaftlicher Hobby-Brauer kann er jetzt sein Hobby zum Beruf machen und dabei auf ein starkes Team an Mitarbeitern aufbauen.

Als Grundlage f├╝r eine erfolgreiche Zukunft entwickelte er zusammen mit seiner Familie, den Mitarbeitern und Kunden in den letzten Jahren ein Unternehmensleitbild. Auf dieser Basis m├Âchte der Junior trotz aller aktuellen Schwierigkeiten durch die Corona-Krise den Familienbetrieb weiterentwickeln. ÔÇ×Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass wieder vermehrt regionale Brauspezialit├Ąten gefragt sind. Genau diese handwerklich hergestellten Produkte k├Ânnen wir mit unseren ausgezeichneten Bieren bieten. Somit k├Ânnen wir einen Beitrag zu einer kleinteiligen, vielf├Ąltigen und regionalen Brauwirtschaftsstruktur in unserer Gegend leistenÔÇť, so Sebastian Dorfner. Mit gut 15 Brauereien im Umkreis von 25 km rund um Hirschau gibt es vor Ort eine Brauereidichte, die ihresgleichen sucht und die hohe Qualit├Ąt der hiesigen Biere unterstreicht. ÔÇ×Biertrinker beispielsweise aus Oberbayern beneiden uns um die riesige Vielfalt und Qualit├Ąt, die wir direkt vor unserer Haust├╝re finden. Umso mehr macht es mir Spa├č zu dieser regionalen Kultur dazugeh├Âren zu d├╝rfenÔÇť, erz├Ąhlt der zuk├╝nftige Chef seine Erfahrungen.

Trotz vieler Ideen und Visionen greift Sebastian Dorfner gern auf Altbew├Ąhrtes zur├╝ck. So m├Âchte er f├╝r das Fr├╝hjahr ein Drei-Generationen-Bier brauen, das mit den langj├Ąhrigen Erfahrungen seiner Oma Rita Dorfner und seinem Vater Franz Dorfner gemeinsam entwickelt wurde. Die Expertise der sechsten, siebten und achten Generation der Familienbrauerei sollen somit in einem Sondersud verewigt werden, ├╝ber den aber noch keine Details verraten werden. Sowohl hier als auch zuk├╝nftig steht der Vater Franz seinem Sohn gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Vater Franz Dorfner st├Â├čt mit seinem Sohn Sebastian und seiner Frau Johanna (v.l.n.r.) auf die gelungene ├ťbergabe an. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Vater Franz Dorfner st├Â├čt mit seinem Sohn Sebastian und seiner Frau Johanna (v.l.n.r.) auf die gelungene ├ťbergabe an.

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Bilder / Fotos

Foto: Werner Schulz