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Nachricht vom 07.07.2022 Kultur & Feste

Drei heiße Kirwatage in Weiher

Weiher (Bericht von Werner Schulz)  Wird in Weiher Kirwa gefeiert, ist seit 184 Jahren beste Stimmung garantiert. So war es – nach zwei Jahren Corona-Pause - auch heuer wieder! Ob Wetter, Musikgruppen, TĂ€nze der schmucken Kirwapaare, Bewirtung, GĂ€steandrang – alles passte.

Drei Tage lang war am ersten Juliwochenende der idyllisch gelegene Sportplatz am Fuße des RotbĂŒhl Zentrum des Kirwatrubels. Zum zwölften Mal hatten die Freiwillige Feuerwehr und die „Weiherer Kirwaleit“ dorthin eingeladen. Vorneweg: Sie können das Brauchtumsfest einmal mehr als vollen Erfolg verbuchen. 30 Meter hoch ragte der Kirwabaum aus dem zwei Meter tiefen, von Hand ausgegrabenen Loch in den Himmel. Dass der Riese aus dem Kirchenholz geholt werden konnte, war fĂŒr Kirchenpfleger Franz Reif wie immer Ehrensache. Die Boum hatten ihn am Samstag am frĂŒhen Morgen geholt, die Moidln ihn anschließend geschmĂŒckt. Am Samstagnachmittag wurde er auf dem Festplatz in die Senkrechte gehievt.

Dass am Abend gleich Bombenstimmung herrschte, war das Verdienst der „BirglĂ€nder BĂ€iazĂŒpfl“. Das Quartett brachte die GĂ€ste dermaßen in Stimmung, dass so mancher den Heimweg erst weit nach Mitternacht antrat, als es schon wieder hell wurde. Dass sich die Weiherer bewusst sind, dass ihre Kirwa ursprĂŒnglich ein religiöses Brauchtumsfest ist, bewies sich am Kirchweihsonntag. Er begann mit einem sehr gut besuchten Gottesdienst in der Dorfkirche MariĂ€ Opferung, zelebriert von Stadtpfarrer Johann Hofmann. Er war davon angetan, dass die 16 Kirwaboum und Kirwamoidln trotz durchzechter Nacht vollzĂ€hlig die Messe mitfeierten. Die MessgesĂ€nge wurden von Organistin Iryna Herrmann nach drei Jahren erstmals wieder auf der restaurierten Orgel begleitet. Zum Mittagessen ließ man sich den Braten samt Knödeln, Schnitzel, Curry- und BratwĂŒrste aus der Metzgerei Geyer schmecken. Reißenden Absatz fanden die von den Kirwamoidln und Weiherer Frauen gebackenen Köichln. Kurz nach 15 Uhr marschierten die 16 Kirwapaare - angefĂŒhrt von den „Allerscheynst’n“ - auf dem Sportplatz zum Baumaustanzen ein. Mit ihren VorfĂŒhrungen bestĂ€tigten sie das Urteil ihres Tanzlehrers Dieter Kohl, dass die Weiherer „einfach sauguate TĂ€nzer“ sind. Es gab viel Beifall fĂŒr den Schottisch, den JĂ€germarsch, die Sternpolka und den zum bundesweiten „immateriellen Kulturerbe“ zĂ€hlenden Zwiefachen. Der Kirwawalzer endete mit der KĂŒr von Stefanie Marxer und Sebastian Wendl zum Ober-Kirwapaar. Anschließend hielt der Harmonika Franz die GĂ€ste bis in die Abendstunden bei Laune.

Am Kirwamontag fanden sich viele Firmen- und Behördenvertreter aus Hirschau und Umgebung zum Mittagessen ein. Rund ging es dann im Dorf beim KirwabĂ€rtreiben. Dieses Mal erwischte es Peter Hanauer. Zum Endspurt spielten dann am Abend „D’Boazn Briada“ auf. Die drei Musikanten rissen die restlos begeisterten Besucher förmlich mit. Kirwa-Schlussakt war die Verlosung des Kirwabaumes. Christopher Kummer hieß der strahlende Gewinner.

Das Tanzen um den 30 Meter hohen Kirwabaum endete mit der Krönung von Stefanie Marxer und Sebastian Wendl zum neuen Ober-Kirwapaar. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Das Tanzen um den 30 Meter hohen Kirwabaum endete mit der Krönung von Stefanie Marxer und Sebastian Wendl zum neuen Ober-Kirwapaar.

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Foto: Werner Schulz
Foto: Werner Schulz