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Nachricht vom 20.09.2022 Vereine

Lions zeigen Herz f├╝r Pflegetiere der Auffangstation

Hahnbach (Bericht von Hubert Uschald)  Rund 250 bis 300 Tiere, meist verletzt und pflegebed├╝rftig, nimmt Hans Wei├č im Jahr in seiner Auffangstation ÔÇ×Das NestÔÇť in K├╝mmersbuch bei Hahnbach auf. Daf├╝r braucht er pro Monat etwa 1.000 Euro f├╝r den Kauf von Futter. Da reichen die Einnahmen in der Sammelbox nicht aus. Nach Bekanntwerden eines Bargelddiebstahls erkl├Ąrten sich Mitglieder des Lions-Clubs Amberg-Sulzbach spontan bereit, 500 Euro aus eigener Tasche zu spenden.

K├╝rzlich brach ein Unbekannter in die Tierauffangstation f├╝r Wildtiere und Exoten in K├╝mmersbuch ein und pl├╝nderte die am Eingang aufgestellte Spendenkasse. ├ärger gab es auch, weil jemand wiederholt die Foliere eines Waschb├Ąren und anderer Tiere ├Âffnete. Der freigelassene Waschb├Ąr richtete in der Auffangstation ein Blutbad unter H├╝hnern, Tauben und anderem Federvieh an, 35 Tiere an der Zahl.

Mit viel Idealismus und Geld aus eigener Kasse betreibt Wei├č die Station. Angefangen hatte es damit, dass Wei├č 1994 den Hahnbacher Vogelverein mit zwei Uhus ├╝bernahm. 2006 erhielt er die rechtliche Anerkennung, die seine Auffangstation mit Tierschutzvereinen gleichstellte. Diese Rechtsgrundlage gem├Ą├č ┬ž11 Abs. 1 Tierschutzgesetz ist aber laut Wei├č nicht gleichzusetzen mit ├Âffentlicher F├Ârderung, also ein ÔÇ×Titel ohne MittelÔÇť, wie es Wei├č formuliert. Sie verpflichtet aber das Veterin├Ąramt am Landratsamt, regelm├Ą├čig nach dem Rechten zu sehen.

Da Wei├č sich besonders um Greifv├Âgel k├╝mmert, erwarb er 2002 den Falkner-Schein. Zur Pflege der Adler, Bussarde, Falken oder Uhus bedarf es eines Sachkunde- und Bef├Ąhigungsnachweises. Zwischenzeitlich hat Wei├č auch Fuchswelpen, die in einem Tierheim als vermeintliche Hundewelpen gelandet waren, mit der Flasche aufgezogen. Das exotischste Tier, das ein Brieftr├Ąger auf einer Stra├če in Sulzbach-Rosenberg gefunden hatte und Wei├č ├╝bergab, war eine Nordseekrabbe, f├╝r die es allerdings keine ├ťberlebenschance mehr gab.

Neben der Betreuung von abgegebenen, meist verletzten und pflegebed├╝rftigen Tieren ist Wei├č au├čerdem in der Zucht aktiv. Waren es fr├╝her Papageien, so widmet er sich aktuell einer ganz ausgefallenen Gro├čvogelart, n├Ąmlich der Aufzucht von Wei├čr├╝ckengeiern. Es gibt daf├╝r in Deutschland nur zwei Z├╝chter. Man muss Geduld haben, da das Weibchen pro Jahr nur ein Ei legt. ÔÇ×Ein Drittel meiner Arbeit in der Auffangstation ist eigentlich im engeren Sinn ein HobbyÔÇť, berichtete Wei├č beim Besuch einer Lions-Delegation.

├ťberrascht ist Wei├č nach eigenen Worten, dass die Zahl der Besucher, die auch die Spendenklasse f├╝llen helfen, seit Corona-Ausbruch deutlich zugenommen hat. Umso erfreuter war er, dass die Vertreter des Lions-Clubs Amberg-Sulzbach eine Spende ├╝ber 500 Euro dabei hatten. Das Geld stammt nicht aus Mitteln des Hilfswerks, wie Schatzmeister Hans F├╝rnk├Ąs betonte, sondern ist eine private Spende der Mitglieder. Da der Club vornehmlich Projekte der Kinder- und Jugendhilfe f├Ârdert, sei das Geld auch hier gut angelegt, kommen doch viele Kindern mit ihren Eltern zu Hans Wei├č nach K├╝mmersbuch, so die Lions.

Unverhoffter Geldsegen f├╝r die Tierauffangstation von Hans Wei├č (links) kam vom Lions-Club Amberg-Sulzbach. In der Mitte Schatzmeister Hans F├╝rnk├Ąs, rechts Clubpr├Ąsident Matthias Hahn, die damit den Idealismus des K├╝mmersbuchers w├╝rdigten. - Foto von UschaldFoto: Uschald
Unverhoffter Geldsegen f├╝r die Tierauffangstation von Hans Wei├č (links) kam vom Lions-Club Amberg-Sulzbach. In der Mitte Schatzmeister Hans F├╝rnk├Ąs, rechts Clubpr├Ąsident Matthias Hahn, die damit den Idealismus des K├╝mmersbuchers w├╝rdigten.

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