zurück zur Übersicht

Nachricht vom 22.09.2022 Sonstiges

Vom k├╝nstlerischen Schaffen J├╝rgen Hartmanns beeindruckt

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Seit 40 Jahren ist J├╝rgen Hartmann k├╝nstlerisch t├Ątig. Als Autodidakt hat er sich die Grundkenntnisse der Malerei und Bildhauerei selbst angeeignet. In seinem Kunststadl pr├Ąsentiert er einen Querschnitt seines umfangreichen Schaffens.

Gut drei Dutzend geladener G├Ąste waren zur Vernissage gekommen, unter ihnen Landrat Richard Reisinger, B├╝rgermeister Hermann Falk und dessen Amtsvorg├Ąnger Altb├╝rgermeister Hans Drexler. Ihnen zeichnete Walter Gaminek, ein pers├Ânlicher Freund Hartmanns, in seiner Laudatio ein lebendiges Bild von der facettenreichen Pers├Ânlichkeit des K├╝nstlers und seinem vielseitigen Schaffen. Hartmanns Neigung zur Kunst sei schon in der Schule erkannt worden. Wegen des elterlichen Betriebs habe er eine Ausbildung zum Elektromeister absolviert. Sein Interesse an der Kunst habe ihn aber weiter begleitet. Als Autodidakt habe er sich keinem Lehrplan unterordnen m├╝ssen. Vielmehr habe er sich je nach seinen Interessen frei entwickelt und f├╝hle sich daher in der gegenst├Ąndlichen Kunst genauso zuhause wie in der modernen Malerei. Durch den st├Ąndigen Wechsel der Stilrichtungen und Techniken habe er sich die Spannung zur Kunst bis heute erhalten. ÔÇ×Zuerst kommt die Idee. Diese muss erst einmal reifen. Dann kommt die Organisation: Was brauche ich, wo und wie muss ich anfangen. Erst wenn der Apfel reif ist, f├Ąllt er vom Baum und ein Kunstwerk entsteht.ÔÇť Fehle ein wesentlicher Teil der Kette, passiere nichts. Er habe haupts├Ąchlich eigene Ideen umgesetzt und Auftragsarbeiten nur angenommen, wenn er selbst von der Idee ├╝berzeugt war. Die 120 bei der Ausstellung gezeigten Exponate seine nur ein Teil seiner Arbeiten. Viele seiner Bilder und Werke seien als Leihgaben in Arztpraxen, Seniorenwohnheimen oder bei Freunden oder k├Ânnten wegen ihrer Gr├Â├če nicht im Stadl gezeigt werden. Das gelte z.B. f├╝r die Kulissen des Festspielvereins. Neben den ausgestellten Bildern, Skulpturen und pr├Ąparierten Fundsachen habe er viele Werke aus ortsgebundenen Baumst├Ąmmen und ├ästen geschaffen, wie z.B. den Monte-Hinweiser vor seinem Haus und die 21 Meter lange, zusammen mit Schulkindern mit Buntsandsteinen gestaltete Holzwand vor der Schnaittenbacher Schule. Seine Vielfalt zeige sich auch in den verschiedenen Maltechniken: Bilder in Aquarell-, Acryl- und ├ľlfarben, in Tinte und Kohle seien mit dem Malpinsel, mit Spachteln und in Airbrush-Technik entstanden. Er habe seine Ideen auf einem Blatt Papier, einer Holzplatte oder einer Leinwand ebenso ein Gesicht gegeben wie den vorgegebenen Gebilden von Baumst├Ąmmen, ├ästen und Wurzeln, die mit Farbe, Bohrer, Stemmeisen, Messer und S├Ąge bearbeitet wurden. Alle Werke seien Unikate. Abmalen und Kopieren seien nie seine Sache gewesen, da eigene Ideen auf der Strecke bleiben w├╝rden. Hartmann habe seine Meinungen und Kenntnisse ├╝ber und von der Kunst als Gr├╝ndungsmitglied des 1. Amberger Kunstvereins, als Organisator von Ausstellungen im Landkreis sowie in den St├Ądten Amberg, Neumarkt und Roth eingebracht. Bis vor drei Jahren sei er einer der beiden Sprecher des Arbeitskreises Heimat und Kultur in Schnaittenbach gewesen. Vielleicht habe er so manchen Sch├╝lern der Schulen in den beiden Kaolinst├Ądten durch sein Malkursangebot den Weg zur Kunst ge├Âffnet.

Landrat Richard Reisinger, der sich beim Rundgang durch den Stadl ein Bild von Hartmanns Schaffen machte, zeigte sich beeindruckt von dessen k├╝nstlerischem Engagement. Durch seine urspr├╝ngliche berufliche T├Ątigkeit bei der Fa. S├╝dcolor habe er seine Hobbys Fotografieren und Malen ideal erg├Ąnzen k├Ânnen. Da zu seinem Schaffen neben der Malerei und Bildhauerei auch das Verfassen von Mundartgedichten geh├Âre, k├Ânne man ihn als ÔÇ×multitaskingf├Ąhigen, universellen K├╝nstlerÔÇť bezeichnen. Seine Werke seien ein wertvoller Mosaikstein in der K├╝nstlerlandschaft der Region. In diese Kerbe schlug auch B├╝rgermeister Hermann Falk. Er w├╝rdigte besonders Hartmanns Engagement beim Festspielverein und erinnerte an die von ihm gestalteten Kulissen bei den Festspielauff├╝hrungen im Schlosshof. Sein Dank galt auch Hartmanns Ehefrau Ingrid, die viel Verst├Ąndnis f├╝r das Hobby ihres Mannes aufbringe und ihn nach Kr├Ąften unterst├╝tze.

J├╝rgen Hartmann dankte herzlich f├╝r die anerkennenden Worte. Er machte kein Hehl daraus, dass ihm sein Hobby auch nach 40 Jahren noch gro├čen Spa├č mache. Er r├Ąumte ein, dass es Tage gebe, wo die Ideen nicht gerade sprudelten, aber auch das Gegenteil sei der Fall. F├╝r Sonntag, 25. September, den Abschlusstag der Ausstellung, lud er ab 10 Uhr zu einer Matinee in seinen Kunststadl ein, bei der die Besucher nicht nur seine Werke, sondern auch ein Gl├Ąschen Sekt, Bier oder Nichtalkoholisches und frische Brezn genie├čen k├Ânnen.

Gut drei Dutzend geladener G├Ąste, darunter Landrat Richard Reisinger (r.) und B├╝rgermeister Hermann Falk (l.), erhielten im Kunststadl von J├╝rgen Hartmann (Mitte) einen ├ťberblick ├╝ber dessen 40-j├Ąhriges k├╝nstlerisches Schaffen. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Gut drei Dutzend geladener G├Ąste, darunter Landrat Richard Reisinger (r.) und B├╝rgermeister Hermann Falk (l.), erhielten im Kunststadl von J├╝rgen Hartmann (Mitte) einen ├ťberblick ├╝ber dessen 40-j├Ąhriges k├╝nstlerisches Schaffen.

Veröffentlichung

Möchten Sie Ihre Nachrichten/Presseberichte hier veröffentlichen? Senden Sie einfach Ihre Artikel per E-Mail an uns und wir veröffentlichen Ihren Beitrag hier auf kaolinpott.de!

Hinweis

Für den Inhalt der Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich.

Bilder / Fotos

Foto: Werner Schulz
Foto: Werner Schulz
Foto: Werner Schulz
Foto: Werner Schulz