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Nachricht vom 04.10.2022 Wirtschaft

Katharina Stein mit Bayerischem Ingenieurinnenpreis ausgezeichnet

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Das Bayerische Staatsministerium fĂĽr Wissenschaft und Kunst verleiht jährlich fĂĽnf Preise fĂĽr hervorragende HochschulabschlĂĽsse oder Promotionen an Studentinnen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen – unter ihnen heuer die Hirschauerin Katharina Stein.

Mit den Auszeichnungen sollen die beeindruckenden Leistungen der Studentinnen in ihrem Fachbereich honoriert und zugleich andere Frauen zu einem ingenieurwissenschaftlichen Studium ermutigt werden. Vergangenen Donnerstag nahm Katharina Stein, Absolventin der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden, die Auszeichnung in München im Beisein von OTH-Präsident Prof. Dr. Clemens Bulitta aus den Händen von Wissenschaftsminister Markus Blume entgegen. Neben ihr wurden Absolventinnen der TH Deggendorf, der FAU Erlangen-Nürnberg, der TH Ulm in Kooperation mit der Hochschule Neu-Ulm und der Universität der Bundeswehr München ausgezeichnet. Die Preise sind mit jeweils 2 000 Euro dotiert. Bei der Preisverleihung unterstrich Minister Blume, dass man mehr Frauen in technischen Berufen brauche. Der demografische Wandel verschärfe den Fachkräftemangel noch einmal dramatisch. Deshalb müsse man das volle Potenzial des akademischen Nachwuchses abrufen – das männliche genauso wie das weibliche. Daher freue er sich, eine Reihe herausragender Ingenieurinnen auszeichnen zu dürfen. „Sie sind echte Vorbilder für Bayern!“

Vorgeschlagen für die Auszeichnung wurde die 25-jährige Hirschauerin von Prof. Dr.-Ing. Alfred Höß, der ihre Masterarbeit betreut hatte. Er bescheinigte ihr, seit Beginn ihres Bachelorstudiengangs Elektro- und Informationstechnik im Wintersemester 2016/17 bzw. ihres Masterstudiums im Sommersemester 2020 innerhalb ihrer Studierendengruppe herausragend hervorgestochen zu haben. Katharina Stein hatte nach dem Besuch der Grundschule in Hirschau und der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule in Amberg eine Ausbildung zur Elektronikerin bei der Siemens AG absolviert und über das Telekolleg die Fachhochschulreife erworben. Parallel zu ihrem FH-Studium war sie sowohl als Werkstudentin bei der Siemens AG als auch im elterlichen Betrieb tätig. Ihr Masterstudium schloss sie mit dem Prädikat „sehr gut“ ab. Nach ihrem Abschluss trat sie nahtlos in die Siemens AG ein.

Höhepunkt ihres Masterstudiums, so Prof. Höß, sei ihre im Rahmen des BMBF-Forschungsprojekts KI-ASIC (Künstliche Intelligenz – Application Integrated Circuit) durchgeführte, exzellente Masterarbeit mit dem Thema „Entwicklung und Durchführung einer Teststrategie für die Erstellung von anforderungsbasierten Testdatensets“. Sie sei mit der Bestnote 1,0 bewertet worden. Ziel ihrer Masterthesis sei es gewesen, eine geeignete Datenerfassung mit dem von Projektpartner BMW aufgebauten Testfahrzeug zu erarbeiten. Sämtliche Ziele ihrer anspruchsvollen, vielschichtigen Arbeit seien vollumfänglich erreicht worden. Die Ergebnisse von Frau Steins Masterarbeit haben entscheidend dazu beigetragen, einen wichtigen Meilenstein im gesamten Projektablauf des Verbund- Forschungsprojektes KI-ASIC zu erreichen, nämlich das Bereitstellen von aussagekräftigen und reproduzierbaren Trainingsdaten für die KI-Algorithmen.

Prof. Höß hob Katharina Steins „sehr konstruktive, selbständige und aktive Mitarbeit“ während des gesamten Studiums hervor. Ihre fachlichen Leistungen seien auch extern belohnt worden. In den Jahren 2018/19, 2019/20 und 2020/21 sei sie mit dem Deutschlandstipendium gefördert worden.

Ausdrücklich gewürdigt wurden zudem ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten im Bereich Kunst und Kultur. Seit ihrem 7. Lebensjahr sei sie aktives Mitglied im Orchester des Musikzugs der Stadt Hirschau, seit 2015 gehöre sie dessen Majorettengruppe an und trainiere deren Nachwuchs. Sie engagiere sich im Kreisverband Amberg-Sulzbach des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) als stellv. Jugendleiterin, auf NBMB-Bezirksebene seit 2017 als Jugendgeschäftsführerin. Beim Festspielverein Hirschau bringe sie sich als Schauspielerin ein. Ihre soziale Einstellung habe sie während des Wintersemesters 2017/2018 und während des Sommersemesters 2018 als Mentorin einer Erstsemester-Studentin bewiesen. Das hohe Maß an Verantwortung für die Gesellschaft spiegle nicht zuletzt ihre Knochenmarkspende wider, die sie im Oktober 2019 leistete.

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht jährlich fünf Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen an Studentinnen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen – unter ihnen heuer die Hirschauerin Katharina Stein (Mitte). OTH-Präsident Prof. Dr. Clemens Bulitta (l.) ließ es sich nicht nehmen, in München bei der Preisüberreichung durch Wissenschaftsminister Markus Blume (r.) dabei zu sein. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht jährlich fünf Preise für hervorragende Hochschulabschlüsse oder Promotionen an Studentinnen der Ingenieurwissenschaften an bayerischen Hochschulen – unter ihnen heuer die Hirschauerin Katharina Stein (Mitte). OTH-Präsident Prof. Dr. Clemens Bulitta (l.) ließ es sich nicht nehmen, in München bei der Preisüberreichung durch Wissenschaftsminister Markus Blume (r.) dabei zu sein.

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