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Nachricht vom 17.11.2022 Rathaus

Antonius - Kindergarten wird neu gebaut

Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann)  Eigentlich war die Renovierung des Kindergartens St. Antonius so gut wie beschlossen. Weiterer Renovierungsbedarf und eine neue Kostensch├Ątzung brachten jetzt einen Neubau ins Gespr├Ąch, der 250000 Euro g├╝nstiger sein soll. Letztlich votierte der Rat mit Mehrheit daf├╝r.

Architekt Johann Ernst stellte die fertige Planung der Renovierung mit einem Anbau f├╝r zwei Krippengruppen vor. In den letzten Monaten stellten der Architekt und Fachleute allerdings fest, dass sowohl die Elektro- wie auch die Wasserinstallation erneuert werden m├╝ssen und esauch zur Behebung der Undichtigkeiten am Dach keine kleine L├Âsung gebe, das Dach m├╝sse neu gemacht werden. Das bedeute so Ernst quasi eine Grundsanierung ab Stand des fr├╝heren Rohbaus, was auf Kosten von vier Millionen Euro gesch├Ątzt w├╝rde, ein Neubau k├Ąme 250000 g├╝nstiger, wobei die Kellerr├Ąume erhalten blieben. Ob der Turnraum bleiben k├Ânnte sei noch zu pr├╝fen. Die F├Ârderf├Ąhigkeit und der Ma├čnahme bleibe auch beim Neubau erhalten, wie auch das Raumkonzept, die Abbruchkosten seinen eingerechnet. Der Architekt tendierte Richtung Neubau, da sei man flexibler. Er sagte das trotz der Tatsache im Hintergrund, dass der Neubau neu europaweit ausgeschrieben werden m├╝sse und er dann eventuell nicht zum Zug kommen k├Ânnte.

Josef Birner waren die vier Tage seit Erhalt der Info zur neuen Lage zu kurz um fundiert entscheiden zu k├Ânnen. G├╝nther Amann sah keinen Zeitdruck, es gebe ja die Containerl├Âsung. Zudem vermissten einige R├Ąte ein Gesamtkonzept in der Hirschauer Kindergartenplanung. Eine Konzeption hielten alle Fraktionen f├╝r notwendig, sie sollte 2023 erstellt werden. Fragen wie die Verlegung des St.Wolfgang Kindergartens, Planung und Errichtung eines Waldkindergartens, Fragen zum Marienkindergarten, bis zur Frage, ob die Stadt weiter als Tr├Ąger fungieren sollte, wurden genannt.

Einig waren alle, dass der Antonius-Kindergarten am jetzigen Standort eine feste Gr├Â├če im Konzept sein m├╝sse. Matthias Dotzler meinte man m├╝sse jetzt mit einem Projekt anfangen. Wolfgang Bosser warf ein, in der Schule sei drei Jahre nichts passiert, nach deren Sanierung w├╝rden dort R├Ąume frei.

Nachdem Johann Ernst feststellte auch in ein paar Wochen oder Monaten werde es keine neuen Erkenntnisse geben, vertagen f├╝hre wohl nur zu weiteren Verz├Âgerungen Schlie├člich fand sich mit 14:5 Stimmen eine solide Mehrheit f├╝r einen Neubau.

Umgestaltung Georg-Schiffer Stra├če

Landschaftsarchitekt Josef Garnhartner stellte die ├╝berarbeitete Planung des Ausbaus der Georg-Schifferstra├če vom Marktplatz bis zur Ampelanlage an der B14 vor. Der Verlauf der Stra├če lasse keinen gesonderten Radweg zu, Garnhartner schlug eine niveaugleiche Gestaltung vor, mit deutlich breiteren Gehwegen als jetzt. Das f├Ârdere das r├╝cksichtsvolle Miteinander. Im Fahrbereich sei zudem Tempo 20 vorgesehen.

Das unbebaute Eckgrundst├╝ck an der Kreuzung zur B14, sieht er als m├Âglichen Treffpunkt, eventuell mit Fitnessger├Ąten oder einem Schachfeld auch f├╝r Jugendliche. Josef Birner sah einige Anregungen aus dem Rat umgesetzt, ob man zur Betonung der ehemaligen Torsituation kurz vor der Einfahrt zum Edeka-Parkplatz wirklich brauche, das hielt er f├╝r fraglich. Auch die angedachten L├Ąngsparkpl├Ątze hielt er nicht f├╝r gut. Tobias Meindl sah die Verlegung einer Hofeinfahrt in diesem Bereich kritisch, weil die Kosten der Stadt zufallen. Rudolf Wild problematisierte die unklare Wegf├╝hrung f├╝r Radfahrer stadtausw├Ąrts. Mehrheitlich stimmte der Rat schlie├člich zu. Der Ausbau soll im kommenden Jahr erfolgen.

Einstimmig auf den Weg gebracht wurde Liste der Bedarfsanmeldung f├╝r die St├Ądtebauf├Ârderung 2023. Weitere Kl├Ąrung erfolgt bei der Regierung der Oberpfalz.

Parkscheinpflicht am Monte ab 2023

Mit 11:8 Stimmen bef├╝rwortete der Rat die Einf├╝hrung einer Parkscheinpflicht am Freizeitpark Monte Kaolino. Die genauen Regelungen sollen bis zu Fr├╝hjahr erarbeitet werden. W├Ąhrend es Josef um die Entlastung des Haushaltes ging, meinte Christian Feja unterm Strich bringe es wohl wenig, Christian Gnan liegt sehr viel an einer moderaten Ausgestaltung an.

Die vertagte F├Ârderung privater Initiativen im Bereich erneuerbarer Energien war zu entscheiden. Die Initiative der SPD Fraktion wurde ├╝bergreifend begr├╝├čt eine Mehrheit sprach sich f├╝r die F├Ârderung von sogenannten Balkon-Solaranlagen aus mit 100 Euro pro 250 Kwh. Abgelehnt wurde die F├Ârderung neuer privater Fototovoltaikanlagen und Speicher, ebenso wie eine generelle Verpflichtung zur Installation von Photovoltaikanlagen in Bebauungspl├Ąne aufzunehmen. Der Stadtrat wird bei k├╝nftigen Bauleitverfahren den Fokus jedoch verst├Ąrkt auf die Installation von Photovoltaik- und Solaranlagen und individuell abw├Ągen ob und in welchem Umfang eine Verpflichtung f├╝r PV- und Solarthermie-Anlagen vertretbar ist.

Mit 4:15 Stimmen fand die Anbringung einer Webcam im Bereich des Markplatzes keine Mehrheit. Tobias Meindl und auch Rudolf Wild sahen einen Werbeeffekt f├╝r Hirschau. Bestehende rechtliche Vorgaben, insbesondere beim Datenschutz und fehlender Kosten-Nutzeneffekt gaben den Ausschlag.

Die Verlegung von 20 KV Leitungen in der Sch├Ânbrunner Stra├če, dienen einem Ringschluss im Hirschauer Stromnetz. F├╝r eine bessere Absicherung der Baustelle und einen Hinweis auf die tiefe Fr├Ąskante sei die Baufirma zust├Ąndig. Ein Anruf bei der Stadt am Morgen h├Ątte schnelleres T├Ątigwerden des Bauamts zur Folge gehabt als die Nachfrage am Abend der Sitzung, informierte B├╝rgermeister Hermann Falk Wolfgang Bosser.

Hans-J├╝rgen Sch├Ânberger brachte B├╝rgerkritik am zu schnellen Befahren der N├╝rnberger Stra├če vor.

Die Sanierungskosten ├╝ber steigen die eins Neubaus, deshlab votierten die Stadtr├Ąte f├╝r eine neue L├Âsung - Foto von Gerhard FleischmannFoto: Gerhard Fleischmann
Die Sanierungskosten ├╝ber steigen die eins Neubaus, deshlab votierten die Stadtr├Ąte f├╝r eine neue L├Âsung

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Foto: Gerhard Fleischmann
Foto: Gerhard Fleischmann