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Nachricht vom 11.02.2023 Rathaus

Bebauungsplan ÔÇ×An der Walkstra├če" geht in n├Ąchste Runde

Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann)  Die Besprechungspunkte waren gewichtig, intensive Diskussionen lie├čen den ├Âffentlichen Teil der Stadtratssitzung ├╝ber drei Stunden andauern. Schlie├člich wurde der n├Ąchste Schritt der Planung des Baugebiets ÔÇ×An der Walkstra├čeÔÇť auf den Weg gebracht und auch f├╝r den westlichen Innenstadteingang deutet sich eine L├Âsung an.

Projektplaner Karl-Heinz Kober, informierte, dass die Fa. Markgraf das gesamte Projekt und auch das Grundst├╝ck und die Anteile der Raiffeisenbank ├╝bernommen, diese fungiere k├╝nftig als Vertriebspartner f├╝r den Verkauf der Wohnungen und Gewerbefl├Ąchen. Mit der Stadt sei noch ein Durchf├╝hrungs- und Erschlie├čungsvertrag abzuschlie├čen. Wenn alles z├╝gig verlaufe k├Ânne ab Herbst die Verkaufsphase starten und im Fr├╝hjahr 2024 Baubeginn sein. Architekt Peter Zink stellte die aktualisierten Entw├╝rfe vor. Ein Wohngeb├Ąude falle weg, werde durch ein Parkdeck ersetzt, eine Tiefgarage erg├Ąnze die Parkm├Âglichkeiten f├╝r die Bewohner. Die Zufahrt zum neuen Wohngebiet werde eingeschr├Ąnkt f├╝r Bewohner, Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge m├Âglich sein. Bei n├Ârdlich gelegenen Geb├Ąuden werde auf ein Stockwerk verzichtet mit R├╝cksicht auf die Nachbarn. Durch die Umplanungen seien mehr Gr├╝nfl├Ąchen m├Âglich geworden.

Das Institut f├╝r Energietechnik der OTH Amberg ber├Ąt den Bauherrn. Den Energiebedarf von etwa 330 Megawattstunden pro Jahr zu decken, w├╝rden drei Wege gepr├╝ft, informierte Pia Meiler. Der Anschluss an die bestehende Hirschauer Nahw├Ąrmeversorgung, die aber dann erweitert werden m├╝sse, oder L├Âsungen ├╝ber Bohrungen mit Wasser- oder Erdw├Ąrmepumpen. Wirtschaftlichkeit ÔÇô und ├Âkologische Berechnungen liefen.

Landschaftsarchitekt Hans-J├╝rgen Tiefel informierte dann ├╝ber die in der ersten Runde der Fachstellen- und B├╝rgeranh├Ârung eingegangenen R├╝ckmeldungen. Als erstes gab jedoch Stadtrat Josef Birner eine pers├Ânliche Erkl├Ąrung ab, warum er dem Projekt so nicht zustimmen k├Ânne. Die von der SPD-Fraktion geforderten ├änderungen seien nicht ber├╝cksichtigt, auf die Belange der Nachbarn werde zu wenig R├╝cksicht genommen. Es fehle eine Berechnung der Folgekosten, das Verfahren k├Ânne nicht einfach weiterlaufen ohne f├╝r die Fragen L├Âsungen aufzuzeigen. Die ├Ârtliche Raiffeisenbank sei nicht mehr als Investor dabei, eine Firma sei in der Regel auf Gewinnmaximierung aus, die Art der Bebauung unpassend. Zudem sei es f├╝r Birner nicht nachvollziehbar Ausgleichsfl├Ąchen am Main anzubieten. Der Fraktionssprecher der CSU Florian Siegert sah das anders. Es entstehe keine ÔÇ×schrecklicheÔÇť Bebauung sondern ein gute L├Âsung f├╝r Hirschau in Innenstadtn├Ąhe. Auch Fortschritte bei den zugeh├Ârigen Innenstadth├Ąuser seien wichtig. Das Projekt weiter zu begleiten werde n├Âtig sein.

├ähnlich sieht es die Regierung der Oberpfalz, die keine grunds├Ątzlichen Bedenken hat, das Projekt als stadtnah und das Ortszentrum st├Ąrkend einstuft. Die weiter eingegangenen Anregungen werden eingearbeitet und soweit m├Âglich ber├╝cksichtigt, mit den Anliegern sei positiv gesprochen worden, informierte der Projektplaner. Die recht alten Pappeln auf einem Nachbargrundst├╝ck l├Ągen in der Verantwortung des Besitzers, Unterst├╝tzung bei eventuell n├Âtigen F├Ąllungen werde angeboten.

Bei einer Gegenstimme von Josef Birner bef├╝rwortete der Stadtrat die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungs- und Fl├Ąchennutzungsplans f├╝r das Projekt. Es besteht nach ├Âffentlicher Auslegung nochmals f├╝r Fachstellen und B├╝rger die M├Âglichkeit Anregungen und Einw├Ąnde vor zu bringen.

Diese beiden zum Teil denkmalgesch├╝tzen H├Ąuser gegen├╝ber dem Rathaus stellen den Anschluss des Baugebiets Foto: Gerhard Fleischmann
Diese beiden zum Teil denkmalgesch├╝tzen H├Ąuser gegen├╝ber dem Rathaus stellen den Anschluss des Baugebiets "An der Walkstra├če" zum Markplatz her. Ihre Sanierung sieht der Stadtrat als wichtigen Teil des Projekts an.

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