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Nachricht vom 16.04.2023 Sonstiges

AltbĂŒrgermeister, Stadt- und Kreisrat a.D. Helmut Rösch feiert 85. Geburtstag

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Vom 1. Mai 1984 bis 30. April 2002 leitete er als 1. BĂŒrgermeister die Geschicke seiner Vaterstadt Hirschau – am Montag, 17. Aptil, kann er seinen 85. Geburtstag feiern! Die Rede ist von AltbĂŒrgermeister, Kreis- und Stadtrat a.D. Helmut Rösch - eine Persönlichkeit, die fĂŒr sich in Anspruch nehmen kann, Hirschaus Entwicklung zu einer „liebens- und lebenswerten Kleinstadt“ maßgeblich geprĂ€gt und sich bleibende Verdienste erworben zu haben.

Am 17. April 1938 erblickte er als drittes von vier Kindern der Eheleute Engelbert und Ottilie Rösch - ihrer Zeichens Schneidermeister bzw. Hebamme von Beruf - das Licht der Welt. Nach fĂŒnf Jahren Volksschule trat er 1949 in die damalige Oberrealschule in Amberg ĂŒber. Er verließ diese im Oktober 1953, als ihm die Stadt Hirschau eine Stelle als Verwaltungslehrling anbot. Nach drei Jahren Ausbildung war er ein halbes Jahr als Angestellter bei der Stadtverwaltung tĂ€tig, ehe er 1957 als AssistentenanwĂ€rter an das Landratsamt wechselte. Im April 1960 holte ihn BĂŒrgermeister Willi Bösl, bei dem er in der FĂŒrsorgeabteilung Landratsamtes gearbeitet hatte, zurĂŒck ins Rathaus. Dort stieg Rösch in den gehobenen Dienst und Anfang der 70-er Jahre zum geschĂ€ftsleitenden Beamten der Stadtverwaltung auf.

Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte er als Vorstandsmitglied der JU, der er mit 18 Jahren beitrat. Zehn Jahre spĂ€ter wurde er Mitglied im CSU-Ortsverband. Schon zwei Jahre vor den Kommunalwahlen 1984 waren sich AltbĂŒrgermeister Willi Bösl und die örtlichen CSU-Gremien einig, dass Rösch die Nachfolge Bösls im BĂŒrgermeisteramt antreten sollte. Die Personalentscheidung erwies sich als richtig: Trotz zweier Gegenkandidaten wurde Rösch 1984 mit rund 60 % der Stimmen zum Stadtoberhaupt gewĂ€hlt. Von Erfolg gekrönt war auch seine Wahl in den Kreistag. Die Hirschauer waren mit seiner Arbeit hoch zufrieden. Sie bestĂ€tigten ihn bei den Wahlen 1990 und 1996 mit noch deutlicheren Mehrheiten in seinem Amt. 2002 verzichtete er „aus AltersgrĂŒnden” auf eine weitere BĂŒrgermeisterkandidatur. Mit dem Vertrauen der WĂ€hler ausgestattet brachte er aber seine Erfahrung fĂŒr weitere 6 Jahre in den Stadtrat bzw. Kreistag ein. Am 30. April 2008 beendete er nach 18 BĂŒrgermeisterjahren, 24 Jahren Kreistags- und 6 Jahren StadtratstĂ€tigkeit seine kommunalpolitische Laufbahn. Der Landkreis verlieh ihm 1998 die Landkreismedaille in Silber. Das Bayerische Staatsministerium des Inneren ehrte ihn 2003 mit der Medaille fĂŒr besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung. Seit 22. April 2013 fĂŒhrt er nach dem Beschluss des Stadtrats die Ehrenbezeichnung AltbĂŒrgermeister.

Beinahe 80 Millionen Euro wurden in Hirschau wĂ€hrend Röschs Amtszeit in Großprojekte investiert. So entstanden u.a. das Josefshaus, die Doppelturnhalle samt Schulsportanlage, der Marien-Kindergarten, die Anbindung Ehenfelds an die Hirschauer Wasserversorgung, die neue KlĂ€ranlage, der Sportpark und der neue Bauhof. Ein MeisterstĂŒck, das das PrĂ€dikat Leuchtturm-Projekt verdient, gelang ihm mit der Umwandlung des Krankenhauses zum Seniorenwohn- und Pflegeheim und dessen Verpachtung an das Rote Kreuz. In der (unvollstĂ€ndigen) AufzĂ€hlung dĂŒrfen der Einstieg in die Dorferneuerung Ehenfeld, die Erschließung der Baugebiete „ZiegelhĂŒtte” und „In der Heidenau” sowie des Gewerbegebietes Dienhof nicht fehlen.

Das Bild des Menschen Helmut Rösch wĂ€re unvollstĂ€ndig, wĂŒrde man nicht seine vielfĂ€ltigen sportlichen AktivitĂ€ten erwĂ€hnen. Mit 6 Jahren begann er seine Karriere als Turner. Als 16-JĂ€hriger wechselte er zu den TuS-Fußballern, fĂŒr die er mehr als 500 Spiele absolvierte. In den 70-er Jahren bewĂ€hrte er sich als Sportbeauftragter der Stadt und als TuS-Fußballabteilungsleiter. WĂ€hrend seiner Amtszeit schaffte die 1. Mannschaft den Durchmarsch von der B-Klasse in die Bezirksliga. Angesichts seines besonderen Engagements um den Sport verlieh ihm der Bayerische Landessportverband 1995 die Verdienstplakette in Silber, der TuS Hirschau zeichnete ihn im gleichen Jahr mit der „Ehrennadel in Gold mit Kranz” aus. Heute jagt er nicht mehr dem runden Leder nach. Er pflegt AktivitĂ€ten wie das Radfahren und Garteln.

Mit Hirschaus AltbĂŒrgermeister Helmut Rösch feiert am Montag, 17. April, einer der markantesten Kommunalpolitiker des Landkreises Amberg-Sulzbach seinen 85. Geburtstag. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Mit Hirschaus AltbĂŒrgermeister Helmut Rösch feiert am Montag, 17. April, einer der markantesten Kommunalpolitiker des Landkreises Amberg-Sulzbach seinen 85. Geburtstag.

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