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Nachricht vom 24.04.2023 Sonstiges

BĂĽrgermeister Hermann Falk feiert 60. Geburtstag

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Er mag es, nahe an und bei den Menschen zu sein, mit ihnen zu reden und zu gestalten. Darum liebt und lebt er sein Amt als BĂĽrgermeister mit Herzblut und Leidenschaft – Hermann Falk. Am morgigen Montag feiert er seinen 60. Geburtstag.

„Schon in meiner Jugendzeit, als ich Mitglied der Katholischen Landjugend war, habe ich mich für die Politik interessiert“, erzählt Hermann Falk. Als 16-Jähriger sei er in die Junge Union eingetreten, als Bernhard Landgraf JU- Vorsitzender war und Hermann Fellner für den Bundestag kandidierte. Vom Eintritt in die CSU habe ihn 1990 der Ortsvorsitzende Franz Kummer überzeugt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Falk noch keine politische Karriere im Sinn. Vielmehr war es von Kindheit an sein Traumberuf, Pfarrer zu werden. Er diente als Oberministrant am Altar, engagierte sich als KLJB-Vorsitzender und wurde als 21-Jähriger zum Pfarrgemeinderatsvorsitzenden gewählt. Um Pfarrer zu werden, war es nur konsequent, dass er nach dem Besuch der Verbandsschule Ehenfeld-Massenricht und dem Quali-Abschluss an der Hirschauer Hauptschule 1978 in das Spätberufenenseminar und Gymnasium Fockenfeld eintrat. 1983 machte er dort sein Abitur. Sein Weg führte ihn dann aber nicht zum Theologiestudium und ins Priesterseminar, sondern zur Bundeswehr zum Ableisten des Wehrdienstes. Falk: „Gäbe es den Zölibat nicht, wäre ich Pfarrer geworden.“ So begann er 1985 in der Hirschauer Stadtverwaltung seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten. 1992 wurde er Standesbeamter. Ein Jahr später legte er mit Erfolg die Prüfung zum Verwaltungsfachwirt ab. Im September 1988 heiratete er seine Frau Rosi. Er war zwar von seinem „Traumberuf Pfarrer“ abgerückt, an seiner aktiven Mitarbeit in der Pfarrei änderte das nichts. Pfarradministrator Josef Fischer animierte ihn 1999, sich als Diakon noch stärker in das Leben der Pfarrei und die Kirche schlechthin einzubringen. Falk ließ sich überzeugen. Er begann ein dreijähriges Theologie-Fernstudium. Im November 2003 wurde er zum Diakon geweiht.

Als feststand, dass Hans Drexler 2014 nicht mehr als Bürgermeister kandidieren würde, waren die drei Hirschauer CSU-Verbände auf Kandidatensuche. Bald fiel der Name Hermann Falk. Für ihn sprachen nicht nur seine berufliche Fachkompetenz und sein kirchliches Engagement, sondern auch sein vorbildlicher Gemeinsinn und sein daraus resultierender Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. Er gehörte der Vorstandschaft der Dorferneuerung Ehenfeld an, engagierte sich von Jugend an als aktiver Feuerwehrmann und hatte u.a. 1990 den „Tag des offenen Dorfes“ in Ehenfeld organisiert. Drexlers erste Anfrage beantwortete Falk jedoch mit einem Nein. „Als Diakon war ich ja Mitglied des Klerus und konnte deswegen nicht Bürgermeister sein.“ Nach gründlicher Überlegung erklärte er sich 2012 zur Kandidatur bereit. Er war von mehreren Seiten ermutigt worden und – was Grundvoraussetzung war - seine Frau Rosi war einverstanden. „Meine Frau musste hinter der Kandidatur stehen, denn ein solches Amt kann man nur gemeinsam bewältigen.“ Bei der Wahl am 16. März 2014 setzte sich Hermann Falk trotz zweier Gegenkandidaten im ersten Wahlgang mit 51,22 Prozent der Stimmen durch. Die Hirschauer waren mit seiner Arbeit offenkundig hoch zufrieden. Die 73,4 Prozent Zustimmung bei seiner Wiederwahl am 15. März 2020 sprechen eine deutliche Sprache. Auch überörtlich wird er hoch geschätzt. 2014 erstmals in den Kreistag gewählt, erhielt der bei der Wahl 2020 die drittmeisten Stimmen aller Kandidaten. Während seiner nun neunjährigen Amtszeit wurde eine ganze Reihe von Projekten in Angriff genommen und vollendet, die Hirschau vorangebracht haben – angefangen vom Bau der Tagespflegeeinrichtung und des Betreuten Wohnens und dem Ausbau der Postgasse sowie der Moosweiherstraße über die Ansiedlung des EDEKA-Marktes und die Erschließung des Neubaugebietes Sonnen- und Schulstraße bis hin zum Bau des Gemeinschaftshauses in Burgstall und der Sanierung der Kapelle in Steiningloh, um nur einige wenige Maßnahmen zu nennen.

Für Hermann Falk bedeutete die Wahl zum Bürgermeister den Verzicht auf das Amt des Diakons. Wenn ihm das auch nicht leicht gefallen ist, so sagt er heute: „Ich kann als Bürgermeister auch meine diakonische Gesinnung sehr mit einbringen.“ Er hält es mit einem Spruch von Mutter Teresa: „Du kannst Dinge tun, die ich nicht tun kann, ich kann Dinge tun, die du nicht tun kannst. Gemeinsam können wir große Dinge tun.“ In der Tat erweist er sich als Mann der leisen Töne und des Ausgleichs, auch im Stadtrat. Dafür schätzen ihn die Mitarbeiter in den Einrichtungen der Stadt und der Stiftung und dafür schätzen ihn all die vielen Gratulanten, die ihm heute zum 60. Geburtstag alles Gute wünschen. Anzutreffen ist er morgen ab 10 Uhr den ganzen Tag im Ehenfelder Pfarrheim. Zu den Gratulanten zählt auch die AZ! Herzlichen Glückwunsch Hermann Falk!

Hirschaus BĂĽrgermeister Hermann Falk kann heute seinen 60. Geburtstag feiern.

 - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Hirschaus BĂĽrgermeister Hermann Falk kann heute seinen 60. Geburtstag feiern.

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Foto: Werner Schulz