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Nachricht vom 25.05.2023 Vereine

Mit Hospizverein „YOGA & NATUR erleben für Trauernde“

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Um die schmerzlichen Erfahrungen des Verlustes eines geliebten Menschen leichter bewältigen zu können, lud der Hospizverein Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach erstmals zum Kurs „YOGA & NATUR erleben fĂĽr Trauende“ ein.

Austragungsort der Projektpremiere war das Naherholungsgebiet bei der Burgruine Rammertshof in der Nähe von Atzlricht. Dort hieß Georg Franz Fröhler, 1. Vorsitzender des Hospizvereins, im Kreis der Teilnehmerinnen die Kursleiter und Yoga-Lehrer Herbert und Sonja Winter willkommen. „Der Tod gehört zum Leben, die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen gehört zu mir!“ Ausgehend von diesem Satz stellte Fröhler die Frage, ob „Trauer, Naturerleben und Yogaübungen“ zusammenpassen. Die Antwort heiße „ja“. Man müsse sich nur darauf einlassen. Jeder befinde sich in einem anderen Stadium seines Trauerweges. Der Kurs solle dazu beitragen, die verschiedenen Facetten der Trauerbewältigung zu verstehen und Anstöße für die Verarbeitung und Bewältigung geben. Nachdem Sonja Winter den Nutzen von Yogaübungen für Trauernde geschildert und Herbert Winter Wissenswertes über die Verbindung Wald, Mensch und das Überleben erklärt hatte, hieß es für die Teilnehmerinnen, beim schweigenden Gehen, ihre Aufmerksamkeit auf die Sinne Sehen, Hören und Fühlen zu richten – eine Übung, die vielen sehr schwer fiel.

Terpene, so Herbert Winter an der zweiten Station, seien wichtig für das Überleben des Waldes. Sie können sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Das seelische Wohlbefinden, die Stimmung und die Schlafqualität würden gesteigert, Angstgefühle abgemildert. An der dritten Station waren intensives Ein- und Ausatmen, das Spüren des Waldbodens mit den Händen und Lockerungsübungen angesagt. Am „Bemoosten Felsen“ versuchten die Teilnehmerinnen ihre Verbindungen mit dem Hier und Jetzt herzustellen. Nach einer Pause ging es zu einem alten Fichtenbestand. Dort leitete Herbert Winter mit einem Gedicht von Hermann Hesse zur Baummeditation über. Sinn der dortigen Übung war es, sich bewusst mit einem Baum zu verbinden, dort zu verweilen und mit allen Sinnen Kontakt aufzunehmen. Schweigend ging es weiter zur sechsten Station. Dort trug Georg Franz Fröhler die Legende „Das Tor in die Herzen der Menschen“ vor. Vor Abschluss des Kurses wurden noch – soweit möglich - Ängste, Sorgen, Zweifel usw. zurückgelassen. Mit dem von Sonja Winter vorgetragenen Gedicht „Doktor Wald“ und einer kurzen gemeinsamen Reflektion endete die Veranstaltung. Georg Franz Fröhler bedankte sich mit einem „Gute Laune und Kopfwohl Roll-on“ bei den beiden Kursleitern für „den spannenden, aber einfühlsamen und für Trauernde wertvollen Kurs.“ Die Teilnehmerinnen erhielten ein kleines Geschenk in Form eines Armbandes für Trauernde. „Danke, dass es euch gibt“, lauteten die abschließenden Worte einer Teilnehmerin. Der nächste derartige Kurs findet am 30. September unter gleicher Leitung an gleicher Stelle statt. Anmeldungen sind ab sofort beim Hospizverein, Tel. 09621/12430, möglich.

Auf Einladung des Hospizvereins und seines Vorsitzenden Georg Franz Fröhler (hinten l.) fand letzten Samstag die erste Veranstaltung des Projekts „YOGA & NATUR erleben für Trauernde“ statt. Geleitet wurde es von Yoga-Lehrerin Sonja Winter (vorne l.) und Yoga-Lehrer Herbert Winter (hinten r.).  - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Auf Einladung des Hospizvereins und seines Vorsitzenden Georg Franz Fröhler (hinten l.) fand letzten Samstag die erste Veranstaltung des Projekts „YOGA & NATUR erleben für Trauernde“ statt. Geleitet wurde es von Yoga-Lehrerin Sonja Winter (vorne l.) und Yoga-Lehrer Herbert Winter (hinten r.).

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Foto: Werner Schulz
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