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Nachricht vom 29.06.2023 Senioren

Massenrichter Wirtin Berta Schiffl feiert 90. Geburtstag

Massenricht (Bericht von Fritz Dietl )  Wohl dem der eine eigene Gaststube hat zum Geburtstag feiern, wie Berta Schiffl. Zum 90. Geburtstag hatte sie Freunde, Verwandte und Schulkameraden eingeladen. F√ľr die Stadt Hirschau gratulierte B√ľrgermeister Hermann Falk und √ľbermittelte auch die Gl√ľckw√ľnsche von Landrat Richard Reisinger. Am Abend gratulierte der M√§nnerchor Ehenfeld mit einem St√§ndchen. Die Jubilarin ist in Massenricht als Berta Pr√∂sl geboren und aufgewachsen. Sie ging zuerst in Ehenfeld und sp√§ter in Massenricht zur Schule. Anschlie√üend besuchte sie die Haushaltungsschule in Amberg. Als sie 6 Jahre alt war, starb der Vater und einige Jahre sp√§ter auch die 13 Jahre √§ltere Schwester. Mit 14 Jahren musste Berta Schiffl mit ihrer Mutter den Bauernhof und das Gasthaus bewirtschaften. Die Mutter legte ihr nahe, m√∂glichst bald einen Mann zu suchen, damit sie wieder Unterst√ľtzung bei der vielen Arbeit h√§tten. Mit 19 Jahren, am 26. August 1952, heiratete sie dann ihren Franz. Dieser stammte aus dem Sudetenland und wohnte auf dem nahen Mauerhof. Nachdem das erste Kind bei der Geburt gestorben war, vergr√∂√üerten danach noch vier Buben die Familie,zu der heute auch noch 7 Enkelkinder und zwei Urenkel geh√∂ren.

Berta Schiffl ist Wirtin mit Leib und Seele. Sie liebt es mit den Leuten zu reden und hat einen unersch√∂pflichen Schatz an Erz√§hlungen parat. ‚ÄěDas habe ich von meinem Urgro√üvater geerbt‚Äú schmunzelt sie. Dieser hatte bereits 1876 ein Wirtshaus im Dorf. Von 1971 bis 1982 betrieben sie und ihr Mann die R√∂dlaser Bergh√ľtte.Nach drei Sabbatjahren, sie wollte auch einmal auf andere Veranstaltungen und Feste gehen und nicht immer nur arbeiten, bauten sie den Stadel um und er√∂ffneten 1985 dort wieder ein Wirtshaus. Die Kochk√ľnste der Berta waren bekannt und schnell hatte die Wirtschaft einen guten Ruf als beliebtes Speiselokal. .Im Jahr 2008 wurde das Wirtshaus dann geschlossen. Die Gaststube besteht aber noch und wird f√ľr die unterschiedlichen Veranstaltungen der Vereine genutzt. Besonders das j√§hrliche Fischessen der √∂rtlichen CSU, mit Bertls legend√§ren Karpfen, ist weit √ľber die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

Die Jubilarin blieb auch nicht von Schicksalsschl√§gen verschont. Im Jahr 2003 verstarb ihr Ehemann und 2011 ihr Sohn Karl. Seit 2016 ist sie auf den Rollstuhl angewiesen. Ihr tiefer Glaube und der Zusammenhalt in der Familie trugen dazu bei, dass sie ihre positive Lebenseinstellung nicht verloren hat. Sie wohnt bei Sohn Hermann und Schwiegertochter Inge. Von beiden, wie auch von Enkel Christian wird sie tatkr√§ftig unterst√ľtzt und auch Schwiegertochter Martina hilft bei der erforderlichen Pflege. M√∂ge ihr dieses positive Denken noch lange erhalten bleiben.

Berta Schiffl und B√ľrgermeister Falk, trotz der vielen G√§ste erz√§hlte sie ihm Anekdoten aus ihrem abwechslungsreichen Leben als Wirtin. - Foto von Fritz DietlFoto: Fritz Dietl
Berta Schiffl und B√ľrgermeister Falk, trotz der vielen G√§ste erz√§hlte sie ihm Anekdoten aus ihrem abwechslungsreichen Leben als Wirtin.

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Bilder / Fotos

Foto: Fritz Dietl