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Nachricht vom 16.07.2023 Rathaus

Waldkindergarten wird konkreter

Motto -‚ÄěIch bin wer, ich kann was.‚Äú

Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann)  Bereits im Juni 2022 hatte der Hirschauer Stadtrat beschlossen einen Waldkindergarten errichten zu wollen. Nach Vorgespr√§chen stellten in der letzten Stadtratssitzung Vertreter der ‚ÄělittlebigFuture gGmbH‚Äú mit Sitz in N√ľrnberg ihre Ideen vor.

Die Firma wurde 2021 gegr√ľndet allerdings bringt das Leitungsteam langj√§hrige Erfahrungen mit Waldkinderg√§rten mit. Grunds√§tze der Arbeit, so Gr√ľnder und Gesch√§ftsf√ľhrer Michael Bergmann sind gegenseitige Wertsch√§tzung, Zukunftsorientierung, Nachhaltigkeit und das Angebot hochwertiger Bildung. Derzeit betreibt der Tr√§ger in Pielenhofen, Tegernheim und Herrieden Waldkinderg√§rten.

Projektleiterin Carina Fel√üner informierte, dass in Hirschau derzeit 20 -25 Pl√§tze f√ľr Kinder ab drei Jahren bei einer √Ėffnungszeit von 7.30 -14.15 Uhr angedacht seien. Mit der Firma ‚ÄěZinipi in Sulzbach-Rosenberg wird derzeit ein spezielles Waldkindergartenmodul mit multifunktionaler M√∂blierung entwickelt, das auch zeitnah einsetzbar w√§re. Die Einbeziehung des bestehenden Geb√§udes am ‚ÄěW√ľrstlberg‚Äú w√ľrde Umbauten erfordern und sei wegen notwendiger Planungen und Genehmigungen wohl nur mit mehr Vorlauf umzusetzen aber das k√∂nne auch eine Option oder eine sp√§tere Erg√§nzung sein.

P√§dagogische Grundz√ľge eines modernen Waldkindergartens stellte Anke Wolfram vor, die ein Buch zum Thema ver√∂ffentlichte, √ľberregional ber√§t und aus Schnaittenbach stammt. Kernst√ľck eines Waldkindergarten ist die Natur ganz nah zu erfahren, ein Bewusstsein f√ľr Nachhaltigkeit zu schaffen, Kreativit√§t und M√ľndigkeit der Kinder zu f√∂rdern, sowie die Voraussetzung zu schaffen sich zu digital offenen Menschen zu entfalten. Die P√§dagogik diese Altersgruppe betreffend sei stark im Wandel. Kinder erleben Natur hautnah, das sei manchmal fordernd aber die Kinder werden gut begleitet und es mache Spa√ü. Kinder lernen Leben im Flow, setzen sich aus eigenem Antrieb mit ihrer Umgebung auseinander. Der Ansatz lautet ‚ÄěIch bin wer, ich kann was.‚Äú Die Kinder entscheiden und gestalten mit. f√ľhrte Anke Wolfram aus.

Auf die Frage von Josef Birner ob denn Personal zu gewinnen sei, kam die zuversichtliche Aussage, man sei ein Dynamischer attraktiver Arbeitgeber, der nach Tarif zahle. G√ľnther Amann warf ein man m√ľsse das Tempo steigern, eine Zeitplanung aufstellen. Der Vorteil des Standorts W√ľrstlberg sei die Ortsn√§he, allerdings gebe es kein Gew√§sser dort. Auch die Elternarbeit sei sehr wichtig, was die Anbieter auch so sahen. Ein Gew√§sser sei aber auch als m√∂gliche Gefahrenquelle zu genau zu hinterfragen. Wenn die Standortfrage gekl√§rt sei, sei ein Start mit der Modull√∂sung im kommenden Jahr m√∂glich, war zu h√∂ren.

Wie B√ľrgermeister Hermann Falk erg√§nzte, gebe es im Bereich des Kalvarienbergs vielleicht auch Alternativen. Florentin Siegert fragte nach der Geb√ľhrenstruktur. Michael Bergmann f√ľhrte aus, dass diese, wie vieles andere auch, mit der Stadt und auch dem Jugendamt abzusprechen sei und auch die Zahl der interessierten Familien Einfluss auf die Geb√ľhren habe. In der Regel sei ein Waldkindergarten aber etwas g√ľnstiger zu errichten als ein herk√∂mmlicher. Das angesprochene Modulgeb√§ude koste etwa 140000 Euro ohne M√∂blierung. Man sehe sich auch nicht als Konkurrenz, sondern als Erg√§nzung des bestehenden √∂rtlichen Angebots. Rudolf Wild verwies auf die von Ehrenb√ľrger Klaus Conrad zugesagte F√∂rderung, was die Umsetzung sicher einfacher mache.

Jetzt liegt es an der Bewertung des Angebots durch den B√ľrgermeister und die Stadtr√§te, ob und bei Bef√ľrwortung, wie schnell die Planungen in die n√§chste Phase gehen.

Ob das bestehende ehemalige Gasthaus am W√ľrstlberg ins Konzept des Hirschauer Walkindergarten passt, scheint offen. Erforderliche Umbauten w√ľrden das Projekt wohl verz√∂gern. - Foto von Gerhard FleischmannFoto: Gerhard Fleischmann
Ob das bestehende ehemalige Gasthaus am W√ľrstlberg ins Konzept des Hirschauer Walkindergarten passt, scheint offen. Erforderliche Umbauten w√ľrden das Projekt wohl verz√∂gern.

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Foto: Gerhard Fleischmann