Hirschau (Bericht von Gerhard Fleischmann) Seit 60 Jahren sind Ingrid und Harald Schertl verheiratet, feierten kürzlich diamantene Hochzeit. 1.Bürgermeister Hermann Falk gratulierte auch im Namen von Landrat Richard Reisinger. Die beiden Kriegskinder, lernten sich im Eisenwarengeschäft von Haralds Vater kennen, in dem Ingrid eine Lehre absolvierte. Daran schloss sich für sie ein Praktikum beim Kneitinger in Regensburg an, den damals ein Verwandter der Familie bewirtschaftete. Harald wechselte nach der Grundschule in Hirschau zu den Salesianern nach Ensdorf und dann nach Amberg ins Gymnasium, mit Unterkunft im „Kastl“, wie das Internat im Malteser genannt wurde. Es folgten Lehraufenthalte in Regensburg und Nürnberg, ehe er im elterlichen Eisenwarengeschäft mitarbeitete. Das übernahm er 1982 mit seiner Frau und baute die Firma „Eisen-Schertl“ weiter aus. Die Hochzeit feierte das Paar 1965 im damaligen Hotel Post am Marktplatz. Aus dem Hotel wurde danach das Kaufhaus Storg, das die Familie Schertl nach dessen Geschäftsaufgabe erwarb. Im Jahr 2000 übergaben die Eheleute das Geschäft an Sohn Stefan und dessen Familie, die es derzeit führen.
Tochter Claudia lernte Altenpflegerin. Diese Ausbildung musste die Familie damals selber zahlen, es sei kein Mangelberuf, war vom Arbeitsamt zu hören. Da haben sich die Zeiten inzwischen gewaltig geändert. Claudia unterstützt ihren Vater, nachdem die Mutter seit einigen Jahren Hilfe braucht. Freizeit für Hobbies ist für Geschäftsleute in der Regel ein knappes Gut. Die Eheleute entspannten sich, soweit es die Zeit erlaubte in ihrer Eigentumswohnung in Bad Füssing oder schipperten mit ihrem Segelboot über den Rußweiher bei Eschenbach. Ingrids Entspannungsort war lange Jahre der Garten, Haralds Passion die Musik. Mit den Bands „Thunderbirds“ und „Monte Kaolinos“ war er in der Unterhaltungsmusik unterwegs. Jetzt mit über 80 Jahren freuen sich die Bewohner des Seniorenheims jeden Monat auf den musikalischen Nachmittag mit ihm.
Er würde schon gern 100 oder gar älter werden wie Hirschaus bislang ältester Bürger Wilhelm Schorner äußert Harald Schertl am Ende launisch. Gute Chancen hat er wohl, der letzte Arztbesuch ist schon längere Zeit her, gibt er sich optimistisch
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