Hirschau (Bericht von Werner Schulz) Seit 2020 schmückt den Hirschauer Marktplatz der „Monte Hirschschau-Brunnen“ mit zwei lebensgroßen, vergoldeten Hirschen. Narrhalla-Präsidentin Regina Merkl inspirierte das Kunstwerk heuer wieder dazu, am Unsinnigen Donnerstag gemeinsam mit einigen Hofdamen die Innenstadt unsicher zu machen – verkleidet als „goldene Hirschis“, auch Prinzessin Anna-Lena I.. So kostümiert trieben die „Hirschis“ ihr Unwesen in Francescos Eisdiele, beim Dorner Boder, im Friseurladen Rossi und im Gasthof Weich genauso wie im Werkmarkt Eisen Schertl und im Schmuckgeschäft Huber. Die Geschäftsinhaber konnten den goldigen Gästen ein Tänzchen nicht verwehren, sangen mit ihnen alt bekannte Faschings-Gassenhauer und zogen per Polonaise durch die Lokale bzw. Geschäfte. Ein bisserl frustriert waren die „Hirschis“ trotzdem. In keinem Lokal oder Laden war ein Mann mit Krawatte anzutreffen. Was ist ein Unsinniger Donnerstag ohne abgeschnittene Krawatten? Im Rathaus fand man mit Bürgermeister Hermann Falk endlich ein Opfer. Kaum hatte das Hirschi-Rudel sein Amtszimmer betreten, schritt Prinzessin Anna-Lena I. zur Tat. Sie zückte schnitt dem Rathaus-Chef das Symbol männlicher Macht kurzerhand ab. Auch in der Raiffeisenbank fand man ihn Vorstand Wild ein Schlips-Opfer. Höhepunkt der Hirschi-Tour war der Überfall in der Kreissparkasse. Mit „Hirschau OHO“ stürmte das Hirschi-Rudel die Bank – im Visier der Leiter Dominik Merkel. Er büßte nicht nur seine halbe Krawatte ein. Um die Narrhallesinnen zu besänftigen, rückte er einen 400-Euro-Scheck heraus. Auf ihrem anschließenden Streifzug zeigten sich die „Hirschis“ sehr spendabel. Egal ob Erwachsene oder Kinder – sie wurden von der „Hirschi-Riege“ großzügig mit Bonbons versorgt. Regina Merkls Fazit beim letzten Stopp in der Pizzeria Pino: „Es woa einfach schöi!“
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