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Nachricht vom 12.02.2026 Vereine

Hirschau erlebte Kinder-Faschingszug der Superlative

Hirschau (Bericht von Werner Schulz)  Einen Kinder-Faschingszug der Superlative erlebte Hirschau am Samstag. Die Innenstadt glich mit ĂĽber 3 000 Schaulustigen einem einzigen Menschenmeer, als ca. 1 300 kunterbunt kostĂĽmierte kleine und groĂźe Narren an ihnen vorbeizogen.

Zum elften Mal hatte die Narrhalla zum Kinder-Faschingszug eingeladen, dem einzigen Gaudiwurm dieser Art in der Oberpfalz. Die Resonanz übertraf die kühnsten Erwartungen von Narrhalla-Präsidentin Regina Merkl, der Gründerin und Chef-Organisatorin des Gaudiwurms. Damit dieser stattfinden konnte, hatten die Mitarbeiter des Stadt-Bauhofs an den Vortagen die Schneemassen aus der Innenstadt abtransportiert. Sankt Petrus bescherte zwar keinen Sonnenschein, ließ die Temperaturen aber deutlich über den Nullpunkt klettern.

Pünktlich um 15 Uhr setzte sich das Narrenvölkchen zu den Klängen des Musikzugs der Stadt Hirschau von der Kohlberger Straße aus in Richtung Marktplatz in Bewegung. Vorneweg fuhr – freundlich winkend – „Space-Cowboy“ Roland Fritsch auf seinem Bonanza-Radl. Ihm folgten im zackigen Gleichschritt die Narrhalla-Kindergarde und im offenen Cabrio das Kinder-Prinzenpaar Seine Tollität Leopold I. und Ihre Lieblichkeit Lona I., ebenso Prinz Andy I. und Prinzessin Jessica I.. Hinter ihnen marschierten nicht weniger zackig die gastgebende Jugend- und Prinzengarde und – nicht ganz so sportlich und dynamisch – die Herren Elferräte und feinen Hofdamen. Überhaupt gab sich der oberpfälzer Faschings-Hochadel ein Stelldichein. Begleitet von ihrem Hofstaat und ihren Garden grüßten die Tollitäten majestätisch aus ihren Cabrios und warfen Süßigkeiten unter das dicht gedrängt die Straße säumende Publikum. Die Kinder – und noch mehr ihre Mamas – hielten große Tüten zum Einsammeln des Naschkrams bereit. Die Hoheiten aus Hohenburg, Schwandorf, Weiden, Amberg und Vilseck ließen es wie die aus Hammerles, Kohlberg-Röthenbach, Freudenberg, Nabburg und Schmidmühlen förmlich Leckereien regnen. Zwischendurch legten die Garden Tanzeinlagen ein und ernteten dafür Szenenapplaus. Ohne Prinzenpaar waren eine Abordnung der „Roten Funken“ aus Eschweiler und die Kinderfaschingsgesellschaft Kleinseugastanien unterwegs.

Natürlich durften die Maschkerer der Hirschauer Kindergärten nicht fehlen. Was hätte besser zu den Kleinen des Marien-Kindergartens gepasst als die Maskierung als Marienkäfer. Die St.Wolfgang-Kindergärtler hatten sich unter dem Motto „Wir sind Freunde“ als Mäuse, Hühner und Schweinchen verkleidet. Der Antonius-Kindergarten kam als bunte Truppe daher und die Eisbären-Abordnung der Ehenfelder „KiTa mit Herz“ freute sich darauf, dass für sie die „Eiszeit“ in den Containern bald vorbei ist. Tierisch ging es auch bei den Kindern und Eltern der Krabbelgruppe zu. Die Anglerfreunde hatten sich eingereiht und die Kinderfeuerwehrler erschienen als leibhaftige Feuerlöscher oder hatten sich Schutzanzüge übergezogen. Die Kinder und Lehrkräfte der Schnaittenbacher Schule behaupteten, das ihre Schule „super“ ist. Die Kommunalwahlen im Visier mahnten die Ehepaare Siegert und Bauer auf ihrem „Wahl-O-Mat“ das „Miteinander“ an. Für einen Top-Hingucker sorgte der Festspielverein mit seinem furchterregenden Drachen Dschaggannaths des Weltenlenkers Krishna aus Yokohama.

Von der Marktplatzbühne aus moderierten Präsidentin Regina Merkl und Hofmarschall Martin Merkl das närrische Geschehen. Sie stellten die vorbeiziehenden Gruppen mit deren Schlachtrufen vor. Da war alles zu hören von „Freimberch oh leck“ und „Schwandoria helau“ über „Vilsania ui, ui, ui“ bis hin zu „Schmidmühlen oho“. Endpunkt des Umzugs war die Hirschengasse. Mit der Ankunft dort war die Faschingsgaudi keineswegs zu Ende. Vielmehr gab es auf dem Marktplatz bis in den Abend hinein eine große Faschingssause mit Partymusik von Diskjockey Markus Gottsauner. Für eine „Special-Highlight“ sorgten die knackigen Burschen vom „Neidaffer Plattlclub“ mit ihren atemberaubenden Vorführungen.

Bei Kaffee und Kuchen oder auch Bratwurst-, Leberkäs- und Lachssemmeln sowie Handwurst und Brezn war für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Als Space-Cowboy auf einem Bonanza-Radl fĂĽhrte Roland Fritsch den Kinderfaschingszug heuer an. Hinter ihm die Kindergarde und das Maskottchen Monti. - Foto von Werner SchulzFoto: Werner Schulz
Als Space-Cowboy auf einem Bonanza-Radl fĂĽhrte Roland Fritsch den Kinderfaschingszug heuer an. Hinter ihm die Kindergarde und das Maskottchen Monti.

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Foto: Werner Schulz
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